Finn Kortkamp übernimmt Fraktionsvorsitz von Frank Schröder

Generationswechsel in der CDU

Finn Kortkamp (v.l.) ist neuer Vorsitzender der Stuhrer CDU-Fraktion. Er hat den Staffelstab von Frank Schröder übernommen. Ralph Ahrens, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands, freut sich über den Generationswechsel.
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Finn Kortkamp (v.l.) ist neuer Vorsitzender der Stuhrer CDU-Fraktion. Er hat den Staffelstab von Frank Schröder übernommen. Ralph Ahrens, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands, freut sich über den Generationswechsel.

Stuhr – Frank Schröder hat den Vorsitz der Stuhrer CDU-Fraktion nach zwölf Jahren abgegeben. Sein Nachfolger ist das jüngste Mitglied der Fraktion: Finn Kortkamp.

Fast ein halbes Jahrhundert liegt zwischen den Geburtsdaten des alten und des neuen Vorsitzenden. Finn Kortkamp ist 28 Jahre alt, Frank Schröder bringt es auf 77 Jahre. Es ist also ein waschechter Generationswechsel.

„Ich habe das mit viel Spaß, Elan, Freude und Kampfeslust gemacht“, blickt Schröder auf seine Zeit in der Leitungsrolle zurück. Nun sei er in einem Alter, in dem er das Feld gerne anderen überlasse. „Was nicht heißt, dass ich mich nicht weiterhin einbringe und meine politische Meinung äußere“, fügt er mit einem Lächeln hinzu.

Selbst wenn Schröder nicht mehr Fraktionsvorsitzender ist, werden politische Sitzungen seinen Terminkalender noch ein Weilchen füllen. Er ist seit 2006 im Rat, und er möchte es bis zur nächsten Kommunalwahl 2021 auch bleiben. Dann will er aber nicht erneut kandidieren.

Das Amt des Fraktionschefs hat Schröder schon zum 1. September an Kortkamp übergeben, weil er seinen Nachfolger vernünftig einarbeiten möchte. Der neue Vorsitzende ist froh darüber. „Ich denke, das ist der richtige Weg“, sagt er. Einer der Vorteile sei, dass er so schon die Haushaltsberatungen begleiten könne.

Im Jahr 2011, damals war er 19 Jahre alt, ist Finn Kortkamp in den Gemeinderat gewählt worden. „Ich habe gemerkt, dass man einiges bewegen kann, dass man Schwerpunkte setzen kann“, erzählt er. Gefallen hätten ihn zudem die vielen Gespräche mit den Bürgern.

Nachdem Frank Schröder seinen Rücktritt angekündigt hatte, sprachen mehrere Fraktionsmitglieder Kortkamp darauf an, ob er sich vorstellen könnte, dessen Posten zu übernehmen. Er konnte. So kam eines zum anderen, und der 28-Jährige wurde bei der jüngsten Klausurtagung in Zeven einstimmig gewählt.

Aktuell befindet sich Kortkamp in den letzten Zügen seines Studiums der Rechtswissenschaften. Er und seine Freundin haben beschlossen, sich in Stuhr niederzulassen. „Hier ist meine Heimat“, schwärmt der junge Kommunalpolitiker. „Ich fühle mich pudelwohl in Stuhr.“

Einen Schwerpunkt seiner politischen Arbeit in der Gemeinde will er im Bereich Mobilität setzen. Radwege, der Öffentliche Personennahverkehr, Elektromobilität, das Mobilitätskonzept – all das seien wichtige Themen in Stuhr. Auch auf Bildung möchte er ein Augenmerk legen. Nicht zuletzt sei die Frage wichtig, wie sich die Kommune entwickle. Dazu gehöre die Diskussion um den Brinkumer Ortskern ebenso wie zum Beispiel die Kita-Bedarfsplanung. Kortkamp wünscht sich hinsichtlich der Zukunft Stuhrs ein Gesamtkonzept.

Der neue Fraktionsvorsitzende ist auch im Kreistag. Will er dort trotz seiner neuen Rolle in Stuhr bleiben? „Das ist der Punkt, den ich mir noch ein Jahr angucken werde“, sagt er. Sollten die Ämter kollidieren, werde er nicht erneut für den Kreistag kandidieren.

Es kommt also einiges auf Finn Kortkamp zu. Seinem Vorgänger Frank Schröder dürfte aber auch nicht langweilig werden. Immerhin ist er unter anderem ehrenamtlich beim Förderverein Gut Varrel aktiv und singt im Brinkumer Shanty-Chor. Zukünftig will er außerdem mehr Zeit mit seiner Familie verbringen.

Mit Blick auf die zwölf Jahre als Fraktionsvorsitzender sagt er: „Ich freue mich, dass diese große Last, die ich aber wirklich mit Freude getragen habe, langsam abbröckelt.“

Von Katharina Schmidt

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