Gemeinde muss Baurecht für Vorhaben an der Delmenhorster Straße schaffen

Neues Gesicht für Tankstelle

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Veränderungen soll es an der Tankstelle in Groß Mackenstedt geben.

Gr. Mackenstedt - Von Andreas Hapke. Aus der Shell-Tankstelle an der Delmenhorster Straße (Bundesstraße 322) könnte schon bald eine Jet-Station werden. Der Plan für den Bau einer neuen Tankstelle mit Waschanlage war am Donnerstagabend Thema im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt, denn die Gemeinde muss erst das Baurecht für das Vorhaben schaffen.

Laut Antrag der Firma Jet Tankstellen Deutschland soll das vorhandene Tankstellengebäude abgerissen und auf der nördlichen Hälfte des Grundstücks ersetzt werden, zusammen mit einer Waschanlage. Diese Fläche liegt allerdings im Außenbereich, weshalb ein Bebauungsplan (B-Plan) fällig wird. Der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung stimmten die Politiker zu.

Mit dem B-Plan geht eine Berichtigung des Flächennutzungsplans einher. Laut Rathausmitarbeiterin Ayse Gül Önder ist der Geltungsbereich insgesamt als Mischgebiet festzusetzen. Der nördliche Teil weist zurzeit noch eine Fläche für die Landwirtschaft aus. Auch dort wären künftig Wohngebäude, Geschäfts- und Bürogebäude sowie Einzelhandel mit einem Nahrungs- und Genussmittelsortiment auf einer Nutzfläche von 400 Quadratmetern zulässig, ebenso Schank- und Speisewirtschaften, sonstige Gewerbebetriebe, Gartenbau – und natürlich eine Tankstelle.

Die aktuellen Betreiber, die Firma Heizungsbau und Tankstellen Vögel, wollte gestern auf Nachfrage dieser Zeitung noch keine Auskünfte zu den Planungen geben. Dies sei erst im kommenden Jahr möglich.

Aus den Unterlagen der Gemeinde geht hervor, dass die Zapfsäulen nach der Erweiterung und Modernisierung rechtwinklig zur Delmenhorster Straße stehen. Neben dem neuen Tankstellengebäude ist eine Waschanlage mit angegliederten Waschplätzen vorgesehen.

Die Zapfsäulen sind nur für die Betankung von Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen ausgelegt, Lastwagen-Verkehre entstehen demnach nur bei der Anlieferung des Kraftstoffs und der Belieferung des Tankstellenshops.

„Mir ist die Zuwegung zu dem Grundstück rätselhaft“, merkte Grünen-Fraktionschefin Kristine Helmerichs an. Die stehe auch noch gar nicht fest, sagte Ayse Gül Önder.

„Da muss etwas

gemacht werden“

Gleich mehrere Politiker machten auf den verkehrlich sensiblen Bereich Tankstelle/Steller Straße aufmerksam. CDU-Ratsherr Heiner Lampe etwa sprach von einem Nadelöhr. Schon jetzt sei es schwierig, „von der Tankstelle runter- oder aus der Steller Straße rauszufahren. Da muss etwas gemacht werden.“ Er wolle den Verkehrsfluss an dieser „gefährlichen Ecke“ nicht total unterbrechen, doch das Abbiegen müsse vereinfacht werden, etwa durch entsprechende Spuren. „Wir treffen eine Entscheidung, obwohl wir nicht wissen, wie die Tankstelle befahren werden soll“, gab CDU-Fraktionschef Frank Schröder zu bedenken.

Stadtplaner Christian Strauß schlug vor, dass der Vorhabenträger bis zur Offenlegung des Plans ein Verkehrsgutachen erstellen muss. Dessen Sache sei es, „wenn bauliche Maßnahmen wie Abbiegespuren nötig sind“. Nach der Sanierung der B322 würde SPD-Ratsherr Rolf Meyer gerne eine weitere Großbaustelle, die sich wieder über Monate hinzieht, verhindern.

„Wir werden bei der Offenlegung sehen, wie das Ganze funktionieren soll“, sagte Helmerichs.

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