Keine konkreten Investoren-Angebote

Brinkum muss Anforderungen für Ortskern überdenken

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Für die Entwicklung des Brinkumer Ortskerns gibt es laut Bürgermeister Niels Thomsen eine Handvoll Interessenten. Ein konkretes Investoren-Angebot ist aber noch nicht vorhanden. 

Brinkum - Von Andreas Hapke. Für den Nachmittag des 25. September steht ein wichtiger Termin im Kalender der Gemeinde: Dann wollte sich eigentlich jene Jury treffen, die über den Investor für den Brinkumer Ortskern entscheidet. Doch daraus wird erstmal nichts.

Im Laufe des dreimonatigen Wettbewerbs sind bei der auf Vergabeverfahren spezialisierten Firma Drost Consult keine konkreten Angebote eingegangen. Die Gemeinde hatte das Hamburger Büro damit beauftragt, den geeigneten Partner für die Neugestaltung des Brinkumer „Wohnzimmers“ zu finden.

„Der Volltreffer ist nicht dabei“, bestätigte Bürgermeister Niels Thomsen gestern auf Nachfrage. Gleichwohl ist der Verwaltungschef nicht gänzlich unzufrieden mit dem „Realitätscheck“, wie er das Vergabeverfahren einordnet. „Es hat eine Handvoll Interessenten gegeben“, so Thomsen. Erstmals habe sich bestätigt, dass der Ortskern Aufmerksamkeit erzeuge.

Dass kein konkretes Angebot vorliege, bedeute nicht, dass das Projekt nicht umzusetzen sei. Thomsen: „Wir haben für das Vergabeverfahren Anforderungen definiert, die Investoren haben diese geprüft. Sie sind zu dem Ergebnis gekommen, dass nicht alles zu erfüllen ist. Es hat nicht 1:1 gepasst.“

Nun gehe es darum, ob und wo die Gemeinde nachsteuern könne. „Wenn die Art des von uns vorgegebenen Einzelhandels nicht funktioniert, müssen wir das überdenken“, nannte Thomsen ein Beispiel. In welche Richtung die Nachfragen der Interessenten gehen, wisse er wegen des eben erst beendeten Bewerbungsverfahrens noch nicht. Von Drost Consult war gestern keine Stellungnahme zu bekommen. „Wir sind nicht befugt, Informationen über Verfahrensinhalte weiterzugeben“, sagte eine Mitarbeiterin.

Statt mit dem passenden Investor die Pflöcke für die Zukunft des Geländes einzuschlagen, will sich die Gemeinde jetzt erstmal die eingegangenen Anfragen anschauen und diese mit dem Hamburger Dienstleister analysieren. Über die Ergebnisse will sich die Verwaltung laut Thomsen noch im September mit den Ratsfraktionen austauschen.

Ob er enttäuscht sei über diese Entwicklung? „Im ersten Moment fand ich es schade“, sagte Thomsen. Im zweiten Moment aber habe er gedacht: „Das Projekt ist so groß, da muss alles passen.“ Immerhin hätten sich seine beiden Schreckensszenarien nicht erfüllt: „Dass sich niemand meldet oder dass wir einen Investor zwingen, etwas zu tun, das sich nicht realisieren lässt. Das haben wir verhindert.“

Im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt hatte Bürochef Uwe Drost im April einen Bauantrag „in 15 bis 21 Monaten“ in Aussicht gestellt, also spätestens Anfang 2019. Von diesem Zeitplan möchte sich Thomsen nicht verabschieden: „Alles hängt davon ab, wie schnell wir unsere Anforderungen und die eines Investors in Einklang bringen können.“

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