Gemeinde hat Büro mit der Aufgabe betraut / Lothar Wimmelmeier: „Wir brauchen eine intelligente Lösung“

Suche nach Potenzialflächen für Gewerbe

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Gewerbegebiet Brinkum-Süd: 24 Hektar hat die Gemeinde hier schon verkauft. Archivfoto: jeh

Stuhr - Von Andreas Hapke. Die Entwicklung weiterer Gewerbeflächen in Stuhr bezeichnet Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier als „große Herausforderung“. So groß, dass die Gemeinde sogar ein Büro mit der Suche nach Potenzialflächen beauftragt hat. Die Ergebnisse sollen noch im ersten Quartal dieses Jahres vorliegen.

Rund 46 Hektar an Gewerbeflächen hat Stuhr seit Beginn des Jahrtausends verkauft, verteilt auf Brinkum-Süd (24), Ellernbruch (10), Groß Mackenstedt (5) sowie Stuhrbaum und Rodendamm (jeweils 4). Das sind im Schnitt zwei bis drei Hektar verkaufter Flächen pro Jahr. Damit bleiben laut Wimmelmeier nur noch 2,8 Hektar übrig. Das Ende der Fahnenstange ist also absehbar, auch wenn der eine oder andere Leerstand eine Alternative sein könnte.

Nach Auskunft Wimmelmeiers macht sich die Gemeinde schon seit Jahren Gedanken darüber, wie sie zusätzliche Flächen entwickeln kann. Das Problem: „Die Leute sind zurückhaltender geworden, was den Verkauf von Grundstücken angeht“, erklärt der Wirtschaftsförderer. „Zudem stehen wir in Konkurrenz zur Landwirtschaft, die zum Beispiel Platz für den Anbau von Biomasse benötigt. Und dann müssen es ja noch konfliktfreie Flächen sein, die keine Störungen für Menschen nach sich ziehen

Auch Bürgermeister Niels Thomsen sieht diesen „Konflikt um verfügbare Flächen. Stuhr ist endlich. Gewerbe, Wohnen, Landwirtschaft und Natur melden ihren Bedarf an. Und die Begehrlichkeiten werden noch größer“. Trotzdem wolle er weiterhin Gewerbe ansiedeln.

Potenzialflächen machen Thomsen und Wimmelmeier hauptsächlich entlang der Autobahn aus. Ins Detail gehen wollen sie nicht. „Das ist eine politische Entscheidung, der ich nicht vorgreifen möchte“, sagt der Bürgermeister. Und vielleicht liefert das Büro mit dem Blick von außen noch die eine oder andere Idee. Für Wimmelmeier steht fest: „Wir brauchen eine intelligente Lösung. Es darf keinen Engpass geben.“

Sorgen bereitet ihm die Situation (noch) nicht. „Die müsste ich mir machen, wenn ich viele Grundstücke hätte und keines verkaufen würde, oder wenn Betriebe abwandern würden.“ An den Investitionen der Unternehmen in Stuhr macht Wimmelmeier den wirtschaftlichen Erfolg der Gemeinde fest. Daran sowie an den Gewerbesteuereinnahmen und der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

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