Gelungener orientalischer Abend im Rathaus

Bunte Glitzerwelt statt Februargrau

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Bauchtanz ist keine Alters- und Herkunftsfrage.

Stuhr - Von Angelika Kratz. Wenn das Rathaus sein goldenes Kleid anzieht und sich in eine Kulisse für ein Märchen aus Tausend und einer Nacht verwandelt, dann ist wieder mal der „orientalische Abend“ angesagt. Der hatte auch zum 18. Mal in Folge nichts von seiner Beliebtheit verloren und die vielen Besucher ließen sich an einem grauen Februarsonnabend nur allzu gern für einige Stunden in eine bunte Glitzerwelt entführen.

Der grüne Stempel am Eingang passte stilvoll zu den vielen Farben, die sich mit ihren Tänzerinnen bereits vor dem offiziellen Startschuss der Veranstaltung in den Räumen zeigten. Bestens besucht war der kleine Basar mit seinem Angebot an Kleidung und Schmuck für den Bauchtanzbereich. Eine der Anbieterinnen hatte sich früher selber dem Bauchtanz verschrieben und bot nun ihren riesigen Fundus für wahre Schnäppchenpreise an. Die Gunst der Stunde nutzten etliche Kundinnen.

In bewährter Hand lag die Moderation bei Anni Krückeberg. Mit der richtigen Dosis an Information stellte sie Gruppen und Solistinnen vor.

Den Auftakt gestaltete die Gruppe „El Nur“ (Leiterin Angelika Schmauder) mit einem indisch angehauchten Stück à la Bollywood. Die Darstellerinnen mischten mit herrlichen Kostümen und ansteckender Musik die Bühne auf.

Soraya aus Kolumbien brachte einen Pop Orientale dar, dazu bewundernswerten Bewegungen aller Körperregionen. Die „Wüstenperlen“ aus Wietzen (Leitung Christa Sander), entwickelten rechte Flügelarme. Voller Anmut waren bereits die Mädchen im Alter von acht und neun Jahren mit dabei, die aber selbstverständlich noch keine sexy Kostüme trugen. Auch Leggins und T-Shirts harmonieren mit Schals.

Lokalmatadorin ist die Gruppe „Sterne der Nacht“ (Leitung Juliet Berenthal). Sie wurde entsprechend mit viel Applaus begrüßt. „Bauchtanz macht Spaß“ bewiesen auch diese Frauen, von denen einige von der ersten Stunde an mit dabei sind. Weiter zog die Karawane voller guter Laune zum Zigeunertanz von Nadia und dem Orient Ensemble Yasemin (Leitung Yasemin Yavus) aus Oldenburg. Eine Fata Morgana bot die Gruppe unter Leitung von Kimberley Meyer aus Oldenburg.

Schwarzlicht, kleine Lichter an Handschuhen und Schmetterlingsflügeln, viele Schleier und die selbstbewussten Auftritte der Solistinnen Martina Hütte, Soraya und Manuela machten den orientalischen Abend wieder zu einem Höhepunkt.

Zwischendurch und zum Abschluss sorgte Spitzentrommler Abdul Hassoun, zwar ohne Lächeln im Gesicht, dennoch klangmäßig einfach virtuos, für eine weitere Zutat für eine fantastische orientalische Nacht im Stuhrer Rathaus.

„In erster Linie machen wir das für uns selber, wir wollen mit dem Bauchtanz keinen aufreißen, aber durch den Tanz gibt es einen Einklang mit der Psyche und tut der Seele einfach gut“, beschrieb Aydina stellvertretend für alle Bauchtänzerinnen das vielleicht unbeschreibliche Gefühl, „dass man was für sich selber tut“. Anfangen kann man damit übrigens laut Aussage von Aydina in jeder Alterstufe. „Es ist nie zu früh und selten zu spät.“

Ein mitreißendes Ende fand der Abend wie immer mit einer Disco für alle auf der Bühne. Die wurde von Jung und Alt gestürmt und dann ging so richtig die Post ab. Fortsetzung folgt, sagte Organisatorin Juliet Berenthal.

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