Geldregen nach Benefizfahrt bei Sonnenschein

RSC Stuhr und Etelser Käsewerk spenden dem MGH 900 Euro

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Volker Twachtmann und Sarah Bösche (r.) übergeben die Spende an MGH-Leiterin Daniela Gräf, während in dem Raum das Sprechcafé läuft.

Brinkum - Von Andreas Hapke. Die Premiere macht Lust auf mehr: Bei schönstem Wetter und mit großer Beteiligung ging am Wochenende die Benefizfahrt des Radsportclubs (RSC) Stuhr über die Bühne. Und so ganz nebenbei spülte die Veranstaltung zum 30-jährigen Bestehen des RSC noch 900 Euro in die Kasse des Brinkumer Mehrgenerationenhauses (MGH), das das Geld allen Angeboten für Flüchtlinge zukommen lässt: von den drei Sprechcafés über den Spieletreff für Kinder aus aller Welt und die Sprachkurshilfe bis hin zum gerade angelaufenen Treffen für Flüchtlingspaten.

„Die Spende sollte den Bezug zur Region berücksichtigen“, sagt Sarah Bösche, die beim RSC-Hauptsponsor und Mitveranstalter Etelser Käsewerk für das Marketing zuständig ist.

45 Frauen und Männer traten für den guten Zweck in die Pedale, darunter Radsportler der Delme-Cycler, von Urania Delmenhorst sowie aus Weyhe, Bremen und Hannover. „Dabei war ein Haufen Gesichter, die ich zum ersten Mal gesehen habe“, sagt Twachtmann. Während die Teilnehmer drei Stunden (reine Fahrtzeit) strampelten, war Etelser für die Verpflegung zuständig, unter anderem nach 50 Kilometern am alten Firmensitz in Etelsen. Nicht nur das: Das Unternehmen stockte auch die Startgebühr von fünf Euro pro Radler auf 20 Euro auf. Der Name „Tour d’Etelser“ für die insgesamt 87 Kilometer lange Strecke hatte also durchaus seine Berechtigung.

Für Volker Twachtmann war das nach eigener Auskunft der Höhepunkt in seiner nun sechsjährigen Amtszeit als Vorsitzender des Vereins. Kein Vergleich zum Grillfest anlässlich des 25-jährigen Bestehens mit Ausfahrt und großer Tombola, zu dem sich im strömenden Regen gerade einmal 20 Mitglieder eingefunden hatten. Auch wenn der Wind den Charakter formt, wie es unter Radfahrern heißt: „Das damals war alles Murks“, sagt Twachtmann. Umso verhaltener seien die Erwartungen für den Geburtstag fünf Jahre später gewesen. „Wir haben mal vorsichtig mit 25, 30 Teilnehmern kalkuliert.“

Mit seinen 53 Mitgliedern zwischen 17 und 80 Jahren ist der RSC im Vergleich etwa zum TV Stuhr ein kleiner Verein. „Doch wir bemühen uns immer, den Leuten etwas zu bieten“, sagt Twachtmann. Neben den 50 bis 70 Kilometer langen Trainingsfahrten am Dienstag und Mittwoch sind das unter anderem die sonntäglichen Touren unter dem Motto „Die Untrainierten fordern, die Trainierten nicht unterfordern.“ Die Saison dauert von Ende April bis Ende Oktober.

Als nächste besondere Veranstaltung steht am 12. August eine Slow-Tour mit anschließendem Grillen auf dem Programm, die sich an Einsteiger und ältere Radfahrer richtet. „Wir haben auch Leihräder“, so Twachtmann. Etwas sportlicher geht es am 24. August bei einer „Permanenten“ zu. Dabei können die Teilnehmer Wettbewerbspunkte sammeln. Ob es eine zweite „Tour d’Etelser“ gibt, steht noch nicht fest. Twachtmann spricht von einer „Veranstaltung mit Potenzial“. Das müsse nicht jährlich sein, fügt Sarah Bösche hinzu, „aber man kann darüber nachdenken, in welchem Rahmen das möglich ist“.

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