Zuschuss von 750 000 Euro?

Brinkum: Geld für Sanierung des ältesten Hauses im Ortskern in Aussicht

Blick auf das Haus an der Bassumer Straße 10, das die Gemeinde sanieren möchte.
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Kleines Schmuckstück: Dieses Haus an der Bassumer Straße 10 möchte die Gemeinde sanieren.

Das älteste Gebäude im Ortskern von Stuhr-Brinkum muss dringend saniert werden. Dafür stehen nun Fördergelder in Aussicht. Die Gemeinde hat bereits Pläne für die Nutzung des Wohnhauses, das momentan leer steht.

Brinkum – Mit seinem Reetdach, dem Fachwerk und dem kleinen Garten mutet das Gebäude ein wenig an wie die Unterkünfte der Hobbits aus „Herr der Ringe“. Die Rede ist von dem Wohnhaus an der Bassumer Straße 10, das die Gemeinde vor geraumer Zeit erworben hat. Sie möchte es von Grund auf sanieren und hat dafür einen Förderantrag im Rahmen des Sofortprogramms „Perspektive Innenstadt!“ gestellt. Und siehe da: Nun liegt die Zusicherung für die Aufnahme ins Programm vor.

„Unter Vorbehalt“, wie die Erste Gemeinderätin Bettina Scharrelmann erklärt, kann die Kommune also mit einem Zuschuss von rund 750 000 Euro rechnen. Die Kosten der Sanierung – das Gebäude weist schwere Baumängel auf – belaufen sich auf ungefähr eine Million Euro.

Der Blick entlang der Fassade verdeutlicht die zentrale Lage des Hauses. Es soll zur Belebung des Ortskerns beitragen.

Nach Ansicht Scharrelmanns eignet sich das inzwischen leer stehende Haus ganz hervorragend als Treffpunkt für gemeinnützige Vereine und Institutionen, „die sich für die Menschen im Ort einsetzen“. Sie nennt Nutzungen wie Besprechungsraum, Bewegungsraum und Büro als Beispiele. „Nicht nur ein Verein soll davon profitieren, sondern mehrere im Wechsel.“ Dies ist umso wichtiger, als das Flüchtlingsnetz Stuhr seinen Treffpunkt an der Bremer Straße 5 im Zuge der Brinkumer Ortskernentwicklung verliert.

„Wir wollen den Ortskern Brinkum lebendig erhalten und machen“, betont die Erste Gemeinderätin. Die zentrale Lage gegenüber der künftigen Busstation, der Haltestelle „Marktplatz“, eigne sich für eine Belebung. Laut Förderantrag der Gemeinde ist das sogar „in besonderem Maße“ der Fall, „da hier zahlreiche Buslinien des Verkehrsverbunds Bremen-Niedersachsen und der Bremer Straßenbahn AG zusammenlaufen“.

Das Gebäude ist das älteste im Bereich des Ortskerns Brinkums. Es steht zwar nicht unter Denkmalschutz, besitzt jedoch aufgrund seiner Alleinstellungsmerkmale einen besonderen bauhistorischen und ortsbildprägenden Charakter.

Bürgermeister Stephan Korte sprach am Mittwoch im Rat von einem „interessanten Gebäude. Das haben uns auch Architekten und Investoren attestiert.“ Das Haus müsse man in die Ortskernentwicklung einbinden. Zuvor hatte sich der CDU-Ratsherr Bernd-Artin Wessels kritisch zum Kauf des Objekts geäußert. „Für mich“, sagte er, „gehört es abgerissen“.

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