Schüler und Lehrer präsentieren „Heitere Momente der Literaturgeschichte“

Gedichte zeigen, wie das Leben früher war

Elisa Gluschke (v.l.), Juraj Sivulka und Anna Kauf zeigen am 17. März, dass alte Literatur auch heute noch aktuell ist. - Foto: ks

Moordeich - Von Katharina Schmidt. Goethe, Schiller und Lessing sind längst Geschichte – ganz im Gegensatz zu ihren Gedichten und Balladen. Dass diese auch heute noch aktuell sind, wollen Schüler und Lehrer am Freitag, 17. März, im Forum der Lise-Meitner-Schule (KGS Moordeich) beweisen. Ab 19 Uhr präsentieren sie dort „Heitere Momente der deutschen Literaturgeschichte“.

Laut Deutschlehrer Juraj Sivulka gibt die Literaturlesung einen „kurzen, kompakten Überblick über die Geschichte der deutschen Literatur, vom Barock bis zum poetischen Realismus“. Dass geschehe mit einem Wechselspiel von rezitierten Werken berühmter Dichter und passender Musik. Letztere haben Simone Erichs und Bernhard Schencke ausgewählt.

Die meisten literarischen Stücke würden zum Schmunzeln verleiten, verrät Sivulka. „Es ist aber keine Kabarett-Veranstaltung“, betont er.

Das Vortragen der Gedichte übernehmen Anna Kauf und Elisa Gluschke. Aufgeregt sind die beiden Achtklässlerinnen kaum. Immerhin stehen sie in der kommenden Woche schon zum fünften Mal auf der Bühne der Lesung, die seit dem Jahr 2013 im Rahmen der Reihe „Stationen eines Lebens“ an der KGS veranstaltet wird. Durch ihre Lehrer sind sie damals Teil des Projektes geworden – und bis heute geblieben.

„Alle Texte erzeugen eine besondere Stimmung“, beschreibt die 13-jährige Anna den Reiz alter Literatur. Besonders das mit den Reimen sei cool. „Neue Texte sind so willkürlich“, findet die Shakespear-Liebhaberin.

Das Stück, auf das sie sich bei der Literaturlesung am meisten freut, ist „Bumerang“ von Joachim Ringelnatz. Elisa, sie ist 14 Jahre alt, kann sich nicht für ein Lieblingstext entscheiden: „Schwer zu sagen. Sie sind alle sehr schön.“ In Gedichten und Balladen komme oft gut rüber, wie die Menschen damals gedacht und gelebt hätten.

Derzeit proben die Mädchen noch fleißig. Die Texte auswendig gelernt haben sie schon, nun feilen sie an der richtigen Präsentation. „Ein Gedicht auswendig zu lernen heißt nicht, dass man es rezitieren kann“, stellt Sivulka klar. Die Kunst bestehe darin, die Atmosphäre treffend wiederzugeben. „Von Treffen zu Treffen wird es besser“, lobt er Anne und Elisa. „Die machen das ausgezeichnet.“

Neben der Musik – verschiedene Instrumente werden zu hören sein – komplettiert eine Beamer-Präsentation mit Bildern der behandelten Dichter den Abend.

Der Eintritt zur Literaturlesung ist frei, die Veranstalter bitten jedoch um eine Spende. Das Geld soll schulischen Zwecken zugutekommen.

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