15-Jahr-Feier

Geburtstagsfete mit vier Gastgruppen auf Gut Varrel

Der Capstan-Shanty-Chor eröffnet das Festival zu seinem 15-jährigen Bestehen in der Varreler Gutsscheune. - Foto: bos

Varrel - Von Bernd Ostrowski. Der Bremer Capstan-Shanty-Chor unter Leitung von Anna Koch hatte schon Stellung auf der Bühne bezogen, als der Vorsitzende Gert Schwarz das Publikum in der voll besetzten Gutsscheune begrüßte. „Ich freue mich, dass so viele Gäste gekommen sind, und wünsche dem Publikum einen schönen Tag mit viel Spaß.“ Mit dem „Ave Maria der Meere“ läutete der Chor das Festival ein. Eine Premiere, wie Moderator Dieter Ahrens sagte.

Anlässlich seines 15-jährigen Bestehens hatten die Bremer einige Gastchöre eingeladen. Es folgten Songs wie das Susanna-Lied, der amerikanische Titel: „Pay me my money now“, in dem ein Matrose seine Heuer einfordert. „Wir sind die Friesenkinder“ – ein Loblied auf das flache Land an der Nordsee – wurde von einer Mundharmonika begleitet. Nach einer halben Stunde verließ der Chor mit den Musikern an den zwei Akkordeons und Gitarre die Bühne.

Es folgte der Auftritt des Gastchores „Stella Maris“ aus Kyritz an der Knatter, etwa 60 Kilometer von Berlin entfernt. Den Fluss Knatter gebe es eigentlich gar nicht, erläuterte Sprecher Hartmut Paschen. Der richtige Name sei Jäglitz, aber vor etwa hundert Jahren hätten Wasserräder so viel Krach gemacht, dass der Name Knatter entstanden sei.

Zu Gehör brachten die Sänger „Auf dem Meere sind wir ewig“, „Es fehlt der Wind“, „Das weiße Boot“ und den Titel „Windjammer“. Die musikalische Begleitung mit Akkordeon und Gitarre wurde durch Trompete, Saxofon und Schlagzeug ergänzt.

Peter Alex vom Norddeicher Shanty-Chor begrüßte das Publikum zünftig mit „Moin zusammen“ und stimmte das Eingangslied „Wir sind der Norddeicher Shanty-Chor“ an.

Den Titel „La Paloma“ sang Erich Backer, und bei dem „Tüdelbandlied“ hatte „Kuddel“ den Solopart. Es folgte der Chor „Reriker Heulbojen“, der im Jahr 1947 als Männerchor Rerik gegründet worden war. Heute singen dort 40 aktive Männer, die von Horst Schirmer mit hohem Anspruch geleitet werden.

Aus den Niederlanden war der „Leeuwarder Shantykoor“ angereist, der das Publikum mit einem anspruchsvollen Programm begeisterte.

Auf dem Vorplatz der Gutsscheune wurden Speisen und Getränke angeboten, vor dem Bratwurststand bildete sich eine lange Schlange.

Gegen Mittag folgte die zweite Vorstellung, in der die fünf Chöre in abgewandelter Reihenfolge ihren zweiten Auftritt hatten.

Kurz nach 16 Uhr wurde es noch einmal voll auf der Bühne. Es drängelten sich dort die insgesamt 150 Sänger und verabschiedeten sich mit dem Schlusslied. „Licht aus und Ruh‘ im Schiff“ gefolgt vom letzten Song „Und dann geht es mit Volldampf nach Haus‘“.

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