Gartenkultur-Musikfestival

Gospel und Soul treffen auf klassisches Jazz-Orchester

+
Die Big Band der Uni Bremen unter Leitung von Maximilian Suhr brachte am Sonntag ein abwechslungsreiches Programm in die Varreler Gutsscheune.

Varrel - Von Maren Jensen. Gefühlvoller Soul-Gesang gepaart mit klassischem Jazz-Orchester-Sound: Rund 500 Zuschauer haben am späten Sonntagnachmittag das Gartenkultur-Musikfestival auf Gut Varrel besucht. Dort spielte die Big Band der Universität Bremen ein buntes Repertoire aus Funk, Soul, Fusion und Blues.

Ein bisschen dauerte es, bis die Zuschauer auf Gut Varrel in Schwung kamen. Mit tropfenden Regenschirmen setzten sie sich auf ihre Plätze. Einige rieben sich noch wärmend über die Schultern, andere mussten erst noch trocken werden. Doch spätestens als Sänger Anthony Carney sein Lieblingslied „Georgia“ anstimmte, wippten die ersten Füße und Köpfe im Takt. „Er hat wirklich eine ganz tolle Stimme. Sehr sympathisch“, sagte Marianne Kröpfer aus Moordeich. Der Sänger mit amerikanischen Wurzeln ist leidenschaftlicher Soul- und Gospelsänger. Mit dem Uni- Orchester arbeitet er in diesem Jahr zum ersten Mal zusammen. „Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht und hoffe, damit auch die Stuhrer zu überzeugen“, erklärte er.

Achim Schlüter begeistert mit Saxofon-Solos

Dirigent Maximilian Suhr führte das Publikum durch das rund eineinhalbstündige Programm. Einmal in der Woche probten die Musiker für den Auftritt. Neben Stücken von Künstlern und Bands wie James Brown und Incognito spielte das 23-köpfige Ensemble Werke, die Suhr selbst komponiert hat. „Darauf freuen wir uns schon richtig“, sagte Musiker Achim Schlüter. Er beeindruckte an dem Abend vor allem mit Saxofon-Soloparts.

Zwei Stücke feierten an dem Abend Konzert-Premiere. Darunter „Hardstrong“ des Bremer Pianisten Oliver Poppe. „Wir haben uns gut darauf vorbereitet, und ich bin stolz, es zu präsentieren. Ich freue mich über den schönen Abend“, sagte Suhr.

Während er sich im Takt der Musik bewegte, schnippste und seine Füße von links nach rechts wippten, fingen die Zuschauer an, es ihm nachzumachen. Immer mehr schlossen die Augen und bewegten sich im sogenannten „Groove“ (dem Rhythmus) mit, wie es Carney nannte. Am Ende erntete das Orchester Jubel und starken Applaus.

Großer Andrang trotz mäßigem Wetter

Organisatorin und Mitarbeiterin des Kulturbereichs in der Gemeinde Stuhr, Laura Schriefer, hatte sich für das Konzert eine ähnliche Atmosphäre wie im vergangenen Jahr gewünscht. Damals hatte ein Sextett klassische Swing-Musik gespielt. „Das kam so gut an, dass wir wieder etwas in die Richtung machen wollten“, so Schriefer. Mit einem solch großen Andrang hatte sie am Sonntag aufgrund des Wetters allerdings nicht gerechnet. Die Holzstühle, die für die Pause draußen aufgestellt werden sollten, blieben aber gestapelt in den Ecken der Scheune stehen. „Ich bin trotzdem sehr zufrieden“, erklärte die Kulturbeauftragte. Das Festival ist ein Gemeinschaftswerk des Kommunalverbunds Niedersachen/Bremen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Komplett hüllenlos: Kennen Sie schon Lena Meyer-Landruts pikante Jugendsünden?

Komplett hüllenlos: Kennen Sie schon Lena Meyer-Landruts pikante Jugendsünden?

Von Turnen bis Yoga: Die besten Sportarten für Kinder

Von Turnen bis Yoga: Die besten Sportarten für Kinder

Was quält den Vierbeiner? So arbeiten Hundepsychologen

Was quält den Vierbeiner? So arbeiten Hundepsychologen

Weihnachtsmarkt in Nienburg eröffnet

Weihnachtsmarkt in Nienburg eröffnet

Meistgelesene Artikel

Top-News aus der Region direkt aufs Smartphone

Top-News aus der Region direkt aufs Smartphone

Milchtankstellen und mehr: Direktverkauf im Kreis Diepholz

Milchtankstellen und mehr: Direktverkauf im Kreis Diepholz

Eigenes Friedenslied für den Eurovision Song Contest

Eigenes Friedenslied für den Eurovision Song Contest

Charlotte Wiggermann vertritt die GFS beim Kreisentscheid

Charlotte Wiggermann vertritt die GFS beim Kreisentscheid

Kommentare