Acht Plätze plus Umkleiden und Gastronomie geplant

FTSV strebt Tenniskomplex zum 50-jährigen Bestehen an

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Andreas Möhring, Leiter der Tennisabteilung im FTSV Jahn Brinkum (l.), und Vereinsvorsitzender Rolf Meyer spielen sich den Ball zu. Sie stehen vor dem Gelände, auf dem acht Tennisplätze entstehen sollen. Im Hintergrund ist der Brunnenweg zu sehen.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Der FTSV Jahn Brinkum bastelt weiter an der Zukunft seiner Sportstätten: Nach dem Bau einer Zweifeld-Sporthalle am Brunnenweg (wir berichteten) möchte der Verein auf dem selben Areal acht neue Tennisplätze anlegen. Andreas Möhring, Leiter der Tennissparte, würde das gerne bis zum Jahr 2023 verwirklichen. Dann feiert die Abteilung ihr 50-jähriges Bestehen.

„Das habe ich einfach mal als Ziel ausgegeben“, sagt Möhring. „Wenn es zwei bis drei Jahre später wird, wäre ich auch nicht enttäuscht.“

Vorsitzender Rolf Meyer hält die Jubiläumsanlage an der Birkenstraße/Brunnenweg für realistisch. „Es würde in unseren Zeitrahmen passen“, sagt er und rechnet vor: 2018 der Bau der Halle, 2019 und 2020 die Sanierung der KGS-Hallen, bis 2022 die schrittweise Aufgabe der Turnhalle an der Jahnstraße.

Zurzeit verfügt die Tennissparte über elf Plätze: sieben an der Langenstraße und vier neuere an der Birkenstraße. Eine ungünstige Konstellation, wie Möhring findet. Die beiden Anlagen seien zu weit voneinander entfernt, der Fußweg von der einen zur anderen umständlich. Während die Jugendlichen ihr Training an der Birkenstraße absolvieren, schwingen die Erwachsenen überwiegend an der Langenstraße ihre Schläger. „Das führt dazu, dass manche Erwachsenen gar nicht wissen, dass es in unserer Abteilung auch Jugendliche gibt.“

Der neue Komplex hätte zwölf Plätze, drei weitere wären auf dem Gelände noch möglich. In einer zusammenhängenden Anlage sieht Möhring zusätzlich den Vorteil, „dass wir sie an Wochenenden für Turniere nutzen könnten“. Häufig sei auf den Courts von Freitag bis Sonntag weniger los, von Montag bis Donnerstag hingegen „könnten wir zwischen 18 und 20 Uhr 15 bis 20 Plätze belegen“.

Kostenplanung liegt bei 1,2 Millionen Euro

Inklusive zusätzlicher Umkleiden und Gastronomie – beides als Anbau an die Tennishalle geplant – rechnet Möhring mit Kosten von 1,2 Millionen Euro. „Von der Terrasse des Restaurants würden die Besucher im Winter in die Halle, im Sommer auf die Anlage sehen“, schwebt dem ehemaligen Regionalligaspieler (damals zweithöchste Spielklasse) vor. „Wenn wir das umsetzen, hätten wir eine der schönsten Anlagen in der Umgebung.“

Höhere Mitgliederbeiträge wären laut Möhring dafür nicht fällig. „Wir haben gut gewirtschaftet“, sagt er. Außerdem erledige die Sparte Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten weitgehend selbst. „Da steckt viel ehrenamtliche Arbeit hinter.“

Die 40 Jahre alten Plätze an der Langenstraße würde der Verein aufgeben. Die Verantwortlichen könnten sich eine „sinnvolle Nachnutzung“ für andere Sportarten vorstellen. Meyer denkt an Beachvolley- und Beachhandball sowie Boule. Er will das Jugendheim und die Schule mit ins Boot holen. Ein „erstes lockeres Gespräch“ habe es schon gegeben. „Das wäre eine gute Möglichkeit für differenzierten Schulsport“, sagt Meyer. „Wenn man die Köpfe zusammensteckt, könnte man eine schöne Freizeitsportanlage bekommen“, fügt Möhring hinzu. „Da muss nur Beachsand aufgetragen werden. Eine Drainage ist schon vorhanden.“

Der Frage, ob sich die Investition in neue Tennisplätze rechnet, begegnet Möhring mit einem Verweis auf die seit vielen Jahren kontinuierlichen Mitgliederzahlen. Zurzeit hat die Abteilung rund 440 Aktive, darunter 120 Jugendliche.

Ein Boom, wie ihn seinerzeit Boris Becker und Steffi Graf ausgelöst hatten, könnte weitere Menschen für den Tennissport begeistern, glaubt Möhring. Doch dafür seien deutsche Profis wie Angelique Kerber und Alexander Zverev nocht nicht lange genug erfolgreich. „Außerdem müsste wieder mehr Tennis im Fernsehen zu sehen sein.“

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