FTSV Jahn Brinkum vergibt Sportabzeichen an Menschen mit Behinderung

„Ihr seid richtig gut geworden“

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Gute Stimmung herrscht im Vereinsheim des FTSV Jahn Brinkum vor und insbesondere nach der Verleihung von Ehrenurkunden und Sportabzeichen.

Brinkum - Eine gebührende Anerkennung als Lohn ihrer sportlichen Leistungen haben am Dienstagabend 23 Mitglieder einer im FTSV Jahn Brinkum organisierten Sportgruppe entgegengenommen. 17 Aktive mit überwiegend geistiger Behinderung und fünf Betreuer blickten mit Übungsleiterin Edda Iffländer und Anke Schattschneider auf das Jahr 2015 zurück, bevor sie die Ehrenurkunden und Sportabzeichen erhielten.

Unter dem Jubel der übrigen Gäste heftete Edda Iffländer auch jedem Teilnehmer ein Abzeichen mit dem Vereinswappen ans Revers. „Ein großes Dankeschön geht an die Betreuer“, lobte sie den Einsatz der Helfer.

Immer dienstags treffen sich Betreuer und Sportler, um eine Stunde lang für die Abnahme des Deutschen Sportabzeichens durch Anke Schattschneider zu trainieren. Dabei geht es um Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. Ein Rundkurs mit vier Kilometern Walken, Sprint, Medizinballweitwurf, Schwimmen und Schlagball-Zielwurf waren im Lauf des Kalenderjahres zu bewältigen. „Die Leistungsanforderungen sind grundsätzlich wie bei Nichtbehinderten, werden aber dem Grad der Behinderung angepasst“, erklärte Schattschneider. „Neben den Trainingsaufgaben haben wir aber auch andere Übungen absolviert, wie Gymnastik, Geschicklichkeitsstaffeln oder wir haben gekegelt,“ sagte sie. „Wir haben vergangenes Jahr verstärkt Wert auf Ausdauer bei den langen Strecken gelegt und waren vielleicht ein wenig zu selten auf dem Sportplatz. Das werden wir dieses Jahr besser machen“, versprach Schattscheider. Manche Teilnehmer mögen die Schwimmübungen nicht. Für sie gab es deshalb an diesem Abend kein Sportabzeichen, dafür aber eine Ehrenurkunde für die Teilnahme an den übrigen Vorbereitungen. „Man kann merken, dass wir das schon etwas länger machen“, lobte Anke Schattscheider alle anwesenden Sportler, „ihr seid durchweg richtig gut geworden“.

Einige Aktive waren das erste Mal bei der Verleihung dabei, andere schon mehrmals. Für Christian Hiepler war es bereits das vierte Sportabzeichen, das er für die Erfüllung der geforderten Disziplinen erhielt. Zu seiner Freude konnte der 32-Jährige die Auszeichnung sogar in der Leistungsstufe Gold entgegennehmen.

Die meisten Teilnehmer wohnen im Heiligenroder Wohnheim der Lebenshilfe Syke. Günther Brinkmann sowie der vor wenigen Wochen verstorbene Heinrich Lüllmann hatten schon vor über 25 Jahren die Idee, eine Sportgruppe für Menschen mit Behinderung in die Vereinsarbeit des FTSV zu integrieren.

Erst seit zwei Jahren gibt es für diese Menschen auch die Möglichkeit, dort das Sportabzeichen zu erwerben.

rjy

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