Mareile Diekmann stellt im Mehrgenerationenhaus Brinkum aus / Fokus auf Aquarelle

Frühlingsimpressionen gegen Frost

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Mareile Diekmann stellt im MGH Brinkum aus. 

Brinkum - Von Marc Lentvogt. Etwas nervös blickt Mareile Diekmann dieser Tage auf den Wetterbericht. Ab Sonntag stellt sie im Mehrgenerationenhaus an der Bremer Straße 9 ihre „Frühlingsimpressionen“ aus.

Noch mag es dafür etwas frisch sein, aber die insbesondere floralen Muster könnten dem Wetter ein Anstoß sein, die wärmeren Jahreszeiten einzuläuten. Und sollte dies nicht geschehen, dürfte die Ausstellung dennoch ein Erfolg werden – Diekmanns „Sommerimpressionen“ wurden schließlich auch im kalten November 2015 gerne angeschaut, erinnert sich MGH-Leiterin Daniela Gräf.

Seit mittlerweile 25 Jahren malt Diekmann. „Meine Stärke ist die Aquarellmalerei“, urteilt sie selber, entsprechende Werke machen auch den Schwerpunkt der „Frühlingsimpressionen“ aus. Zu den 18 Aquarellen gesellen sich im MGH acht Acrylbilder.

Diekmanns langjährige Mentorin und Begleiterin Waltraud Fessel betont, welche große Leistung sich in den Werken Diekmanns verberge. „Aquarell ist eine der schwersten Techniken. Jede Schicht leuchtet durch, sie decken nicht.“ Bedeutet: Fehler lassen sich nicht verstecken. Alleine zu malen, für Mareile Diekmann ist das nichts. Lange war die Klosterseelterin Teil der Dötlinger „Scheunenmaler“, gelernt hat sie in der Volkshochschule und privaten Kursen. Den Austausch mit anderen Künstlern, kritische Blicke und Hinweise schätzt sie sehr. Mittlerweile nimmt sie seltener an Gruppentreffen teil, „aber meinen größten Kritiker habe ich zuhause“.

Auch Ehemann motiviert hin und wieder

Gerd Dieter Diekmann möchte nicht im Rampenlicht stehen, seinen Beitrag zu den Werken und Ausstellungen leistet er aber mit großer Leidenschaft. „Ohne Unterstützung meines Mannes würde ich es nicht schaffen“, erklärt Diekmann. Inspiration finde sie häufig auf dem eigenen Anwesen, aber mal motiviert auch Mann Gerd Dieter, der Fan der Fotografie ist. „Er animiert mich: ,Ich habe jetzt etwas fotografiert, jetzt mal das auch.’“, heißt es dann im Hause Diekmann. Über eine gemeinsame Ausstellung hat das Paar aber noch nicht nachgedacht. „Dafür haben wir zu viele Fotos“, winkt Mareile mit einem Lächeln im Gesicht ab. „Ich bin hier nur der Hiwi“, stellt sich Gerd Dieter in den Hintergrund. Er ist unzufrieden mit den vielen verschiedenen Bilderrahmen, sieht überall Optimierungsmöglichkeiten, nimmt also dennoch eine elementare Rolle ein.

Mareile Diekmann mag als Künstlerin hervorstechen – es ist schließlich ihre Ausstellung – doch das Ehepaar macht alle Schritte gemeinsam und arbeitet gelassen („Ach, wir haben ja noch einen Tag.“) daran, dass alle Besucher am Sonntag eine schöne Vernissage erleben werden. Ab 14 Uhr besteht die Möglichkeit sich umzuschauen, Mareile Diekmann begrüßt die Gäste mit Sekt und Saft, um 15 Uhr eröffnet Thomas Schaumlöffel vom Vorstand der Bürgerstiftung die Vernissage.

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