Frisch aufgemischte Klassiker

„Tuscon“ bringen Ratsaal in Stuhr zum Grooven

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„Tuscon“ aus Norddeutschland begeistern die Gäste im Stuhrer Rathaus mit US-amerikanischen Evergreens.

Stuhr - Von Heiner Büntemeyer. Dass die Band „Tucson“ schon seit rund 20 Jahren in der gleichen Besetzung spielt, bewährt sich jetzt, denn die sechs Jungs aus Norddeutschland verstehen sich scheinbar blind und harmonieren musikalisch wunderbar. Die zahlreichen Besucher ihres Konzerts im Stuhrer Ratssaal waren am Freitag schon nach dem ersten Song „Well allright“ von Buddy Holly auf Betriebstemperatur. Das war unverkennbar authentischer Westcoast und Southern Rock.

Mehr als 20 Songs standen auf ihrer Set-Liste, darunter zahlreiche echte Oldies wie „Six Days on the Road“ vom legendären Dave Dudley oder die Ohrwürmer von den Eagles wie „Take it easy“, „How long“ und das Markenzeichen der Band, „Hotel California“. Da durften natürlich auch „Lynyrd Skynyrd“ nicht fehlen, mit deren „Needle and Spoon“ und „Freebird“ die Band den ersten Teil des Konzerts bei stehendem Publikum beendete. Eigentlich sollte „Lynyrd Skynyrd“ mit der „Tucson-Hymne“ „Sweet home Alabama“ auch den zweiten Teil des mehr als zweistündigen Konzertes beenden, aber das ließen die begeisterten Besucher nicht zu.

Mit dem Blues von Eric Clapton „Call me the Breeze“ wurde die Stimmung bei der ersten Zugabe ein wenig herabgeregelt, um dann zum Schluss mit Bob Dylans „Knockin on Heavens Door“, das „Guns ‘n Roses“ in die Charts gebracht hatten, noch einmal voll aufzudrehen.

Geprägt wurde die Musik von Achim Erdt, dessen etwas heisere Stimme an Rod Stewart erinnerte und die daher bei dem CCR-Song „Have you ever seen the Rain“ wunderbar rüberkam, den Rod Stewart auch interpretiert hat.

Unterstützt wurde er durch Norbert Kämper, Achim Bauer und Norbert Wesch an den Gitarren, wobei besonders Norbert Wesch mit seinen fast akrobatischen Soli glänzte. Sachlich und ruhig hielt Bassist Clemens Homburg die Band zusammen und bremste damit auch Ulli Neels am Schlagzeug aus, wenn dieser in seinem „Kraftraum“ fast zu explodieren schien. Er sorgte für den mitreißenden Rhythmus dieser Band, und bewies ebenso wie Norbert Wesch, dass sie nicht nur ihre Instrumente beherrschen, sondern auch singen können.

Mit ihren frisch aufgemischten Klassikern sorgten sie dafür, dass es im Zuschauerraum groovte und einige beherzte Besucher tanzten.

Der Spaß an ihrer eigenen Musik übertrug sich auf das Publikum, und einige Gäste merkten sehr wohl, dass sie in „Sweet home Alabama“ die Textzeile „... where the Skies are so blue“ um „... and the government too“ ergänzt hatten.

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