Das Unternehmerinnenforum blickt auf zehn Jahre seines Bestehens zurück

„Frauen gründen anders, sie sind mutiger“

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Zum zehnten Geburtstag des Unternehmerinnenforums präsentiert die Vorsitzende Ute Sydow neue Flyer.

Stuhr - Von Sandra Bischoff. „Wirtschaft. Weiblich. Made in Stuhr“ lautet das Motto des Unternehmerinnenforums (Ufo) seit zehn Jahren. Am Montag, 9. Mai, feiern die knapp 50 Frauen mit Gästen den runden Geburtstag ihres Netzwerks.

Die Initiative, eine Interessengemeinschaft für selbstständige Frauen ins Leben zu rufen, ging damals von den Unternehmerinnen, der damaligen Gleichstellungsbeauftragten Annegret Merke sowie der Wirtschaftsförderung aus. „Die Idee hatte eigentlich Ilona Rechter, aber sie stellte es sich mehr als Untergruppe der Interessengemeinschaft Stuhrer Unternehmen (Isu) vor“, berichtet die Vorsitzende Ute Sydow. Beim ersten Planungstreffen im Januar 2006 fanden sich neben Rechter und Merke sechs weiteren Frauen ein. Am 15. Mai 2006 gründete sich der Verein. Patricia Veigel-Runte übernahm den Vorsitz, zu ihrer Stellvertreterin bestimmten die Frauen Melina Wünsche. Als Ziele wurden der Austausch unternehmerischer Aktivitäten und möglicher Probleme sowie die Stärkung der Zusammenarbeit von Frauen definiert. „Frauen gründen anders, sie sind nicht nur ausdauernder und hartnäckiger, sondern auch mutiger und begeisterungsfähiger für eine Sache“, sagt Sydow.

„Wir wurden anfangs von den anderen Interessengemeinschaften belächelt und mussten uns Vergleiche mit Kaffeekränzchen gefallen lassen“, erinnert sich Sydow, die dem Netzwerk als eine der ersten Geschäftsfrauen beitrat. „Heute werden wir in einem Atemzug mit der Isu und der Brinkumer Interessengemeinschaft (Big) genannt. Das macht mich sehr stolz, aber ich habe auch lange dafür gearbeitet.“ Im Januar 2007 übernahm Ute Sydow den Posten der Organisationsleiterin von Kerstin Seeger, die auf eigenem Wunsch aus dem Vorstand ausschied. Im Januar 2008 wählten die Mitglieder die Versicherungsmaklerin zu ihrer Vorsitzenden.

Von Anfang an setzt Ufo auf den Austausch untereinander, hält aber auch intensiv Kontakt zu den anderen Interessengemeinschaften. In Zusammenarbeit mit Big und Isu legen die Frauen jedes Jahr einen Adventskalender für den guten Zweck auf. „Der ist ein Renner.“ Besonders stolz ist Sydow auf die Auszeichnung „Stuhrer Unternehmen des Jahres“. Alle drei Jahre wird dieser Titel in Kooperation mit Big, Isu, Kreishandwerkerschaft, der Industrie- und Handelskammer sowie der Wirtschaftsförderung verliehen. Den ersten Impuls dazu gab Sydows Vorgängerin Patricia Veigel-Runte. „Das Ganze hat eine tolle Entwicklung genommen, das hätte ich mir nicht träumen lassen.“

Einmal im Monat kommen die Unternehmerinnen zu ihren Treffen zusammen. Oftmals referieren Gäste wie zum Beispiel Anwälte. Aber einen Großteil der Abende bestreiten die Frauen selber, indem sie sich und ihre Geschäftsideen vorstellen. „Nur wenn ich jemanden inhaliert habe, kann ich ihn weiterempfehlen“, sagt Sydow.

Einen Blick in die Zukunft mag die Ufo-Chefin nicht wagen. „Ich weiß nicht, ob es uns in zehn Jahren noch geben wird. Die Zeiten haben sich verändert. Die Leute haben kaum noch Zeit, an Veranstaltungen teilzunehmen.“ Dennoch hat sie noch Ideen im Kopf. „Ich wünsche mir ein Forum für Auszubildende und Unternehmen hier in Stuhr, damit diese beiden Seiten besser zueinanderfinden“, sagt die 59-Jährige.

www.ufo-stuhr.de

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