Förderverein Gut Varrel dankt Gemeinde

Französische Windrose blüht im Brunnen

Der Vorsitzende Frank Schröder (r.) ernennt Martin Peschke zum Ehrenmitglied. - Foto: Kratz

Varrel - „So geht das nicht“, stellte Frank Schröder, Vorsitzender des Fördervereins Gut Varrel, am Donnerstagabend fest und schnappte sich vor seiner Begrüßung die Schlüssel. Anlass war der unablässige Strom von Mitgliedern zur Jahreshauptversammlung, die keinen Platz mehr im Vereinsheim des TuS Varrel fanden. So rückte der Vorstand zur Besorgung weiterer Stühle aus.

In seinem Bericht dankte Schröder der Gemeinde Stuhr für die konstruktive Zusammenarbeit. Für die zeigte Sigrid Rother als stellvertretende Bürgermeisterin Präsenz. Bürgermeister Niels Thomsen saß noch beim Zahnarzt.

Die Gemeinde als Eigentümerin der Immobilie Gut Varrel versuche nach besten Kräften zu helfen, betonte Schröder mit einem Blick auf den schwierigen Umbau des Treppenhauses und des Aufzugs. Demnächst gehe die Bautätigkeit weiter im Küchenbereich.

Besonders dankte der Vorsitzende allen Helfern, die jeden Sonnabend im Monat als verschworene Gemeinschaft rund ums Gut werkeln. „Wir brauchen dringend einen Maurer“, erklärte Schröder. Weiter ist der Verein mit dem jüngsten Gastgeschenk, einer Windrose aus der französischen Partnergemeinde Teloché. Sie wird im geplanten Brunnen einen Platz finden. In der Remise wurde ein Lagerraum geschaffen und draußen der zerstörte Tisch ersetzt. „Es waren nicht die Jugendlichen“, so Schröder hinsichtlich der vermuteten Täter.

Dank der finanziellen Hilfe von Sponsoren war das Treppenhaus mit einem Wandbild neu gestaltet worden. Zudem gibt es eine neue Müllbox und Sommertische. Angedacht sind ein Ausstellungsraum in der oberen Ebene der Wassermühle und die Umgestaltung des Bodens, den Vereine als Lagerraum nutzen.

Für das Osterfeuer bittet der Vorstand die Besucher, eigene Getränke zu Hause zu lassen. „Unser Verein lebt vom Verkauf und von diesen Einnahmen“, betonte Schröder.

Reich bestückt ist der aktuelle Terminkalender des Fördervereins: Backtag am Ostersamstag, Fahrradflohmarkt und Frühschoppen zu Himmelfahrt. Genaueres steht auf der Internetseite.

Der Verein zählt 544 Mitglieder. Das jüngste Mitglied ist der neunjährige Finn Gloger. „Ich wohne gleich gegenüber, habe die Männer immer bei der Arbeit beobachtet und wollte selber auch gerne mitmachen“, beschreibt Finn seine Entscheidung für den Beitritt. Dafür gab es entsprechenden Applaus.

Positiv stellt sich auch die Finanzlage des Fördervereins dar. Damit war eine eventuelle Beitragserhöhung vom Tisch. „Da wird so mancher Unternehmer schwach bei solch einer Bilanz“, strahlte der Vorsitzende.

Nicht nur Finn macht ab sofort aktiv mit, auch seine Mama Kathrin Gloger ließ sich als neue Kassenprüferin mit ins Boot holen.

„Der Abend hat dazu beigetragen, nicht an meine Zähne zu denken“, freute sich der inzwischen eingetroffene Bürgermeister Thomsen. Dafür durfte er gleich tätig werden und mit Schröder erstmals zwei Mitglieder für herausragendes Engagement danken und diese zu Ehrenmitgliedern erklären.

Der abwesende Herrmann Wittenberg gilt als guter Geist seit über 30 Jahren. Mit Ehefrau Edith habe er an vielen Ecken geholfen. Martin Peschke nahm seine Ehrenurkunde persönlich in Empfang. Viele kreative Spuren hat der 93-jährige begeisterte Schnitzer rund um das Varreler Gut bereits hinterlassen. Seine Schilder zur Erklärung der unterschiedlichen Orte begeistern viele Besucher.

„Du musst mindestens 110 Jahre alt werden, um noch alles zu schnitzen“, bat Schröder sichtlich gerührt. Da konnte der fröhliche Martin Peschke alle Anwesenden beruhigen. Ans Aufhören denke er noch lange nicht. - ak

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