Fraktionen haben nach der Sommerpause einige Themen auf der Agenda

Naherholung steht neuen Gewerbeflächen gegenüber

+
Die Themen Individualverkehr und ÖPNV haben die Fraktionen auf ihrer Agenda.

Stuhr - Von Sandra Bischoff. Nach der Sommerpause nimmt auch die Politik wieder verstärkt ihre Arbeit auf. Verkehrsproblematik, Straßenbahn, Flüchtlingswelle, Gewerbe- und Baugebiete – das sind laut den Fraktionsvorsitzenden nur einige der Themen, die die Parteien in den kommenden Monaten in den Fokus rücken wollen.

Der Großteil der Fraktionen im Stuhrer Gemeinderat stellt sich die Frage, wie mit den zugewiesenen Flüchtlingen umzugehen ist. „Wir müssen jetzt Räume für diese Menschen schaffen, sprich Geld ausgeben“, sagt Frank Schröder von der CDU.

Auch die SPD will ein Augenmerk auf das Thema haben. „Es wurde schon viel auf den Weg gebracht“, lobt Susanne Chors, aber nun müsse man angesichts der vielen Neuankömmlinge schauen, „ob wir neu bauen oder Immobilien kaufen müssen“. Dabei dürfe die Politik jedoch nicht vergessen, die Finanzen im Blick zu behalten.

Die FDP schlägt vor, ein Dialog-Forum zu schaffen, in dem sich Rat und Verwaltung intensiv mit den Flüchtlingen über deren Nöte und Hilfen verständigen. „Uns geht es besonders um Wege in eine gute Integration und Beteiligung am Leben in der Gemeinde“, sagt der Fraktionsvorsitzende Jürgen Timm. Neben der Unterbringung stellen sich die Grünen die Frage, wie die Neuankömmlinge möglichst rasch integriert und die Helfer sinnvoll unterstützt werden können. Vor allem müsse man Wohnraum bereitstellen.

Die Gewerbegebiete sind für die Grünen laut ihrer Fraktionschefin Kristine Helmerichs ein Topthema. „Braucht man in Stuhr wirklich noch mehr davon? Wir meinen, eher nicht.“ Mit Blick auf die immer älter werdende Bevölkerung fragen sich die Grünen, ob es nicht sinnvoller wäre, mehr Wohnungen statt Einfamilienhäuser entstehen zu lassen. Auch das Thema Naherholung brennt Helmerichs‘ Fraktion unter den Nägeln. „Für alles andere haben wir ein Konzept, aber für die Naherholung nicht, es gibt immer nur Fragmente“, kritisiert Helmerichs. Aus diesem Grund plant ihre Fraktion in den kommenden Wochen einen dazu passenden Antrag einzureichen.

Verkehrspolitik

im Fokus

Die CDU setzt andere Prioritäten. „Wir werden weiter daran arbeiten, neue Gewerbeflächen für die Ansiedlung von Betrieben in unserer Gemeinde zu ermöglichen“, sagt Frank Schröder. Man müsse sich Gedanken machen, wie neue Areale zu entwickeln seien. Nur durch Wirtschaftskraft, neue Arbeitsplätze und fließende Steuereinnahmen „können wir die uns in Stuhr gestellten Aufgaben bewältigen.“

Die steigende Kriminalität sowie der Vandalismus durch Jugendliche und Heranwachsende sei ebenfalls ein Problem, „welches wir umgehend lösen müssen“, so Schröder.

Neben den Grünen und der CDU nennt auch die FDP die Verkehrspolitik als wichtiges Thema. „Stuhr wird aufgrund der vorhandenen Bundes- und Landesstraßen auch in Zukunft eine ‚Transit-Gemeinde‘ bleiben“, sagt Fraktionschef Jürgen Timm. Es gehe den Liberalen darum, für alle Betroffenen und Beteiligten die bestmöglichen Regelungen zu treffen, die auf Grund der örtlichen Gegebenheiten erreichbar sind.“ Dazu gehören aus Sicht der FDP die Verlängerung der Straßenbahnlinie 8 von Bremen nach Weyhe und die Umleitung der Landesstraße um den Ortskern Stuhr.

Ähnlich sieht es Susanne Cohrs. „An der Stuhrer Landstraße muss etwas geschehen“, sagt die Sozialdemokratin mit Blick auf die viel befahrene Straße durch Alt-Stuhr. Auch das Thema „Ortskerngestaltung Brinkum“ müsse ihrer Ansicht nach zügiger abgearbeitet werden. Stiefmütterlich habe die Verwaltung den Antrag ihrer Fraktion aus dem September 2014 behandelt, sagt Cohrs. Darin machten sich die Sozialdemokraten für vermehrten sozialen Wohnungsbau stark. „Da werden wir nachhaken.“

Die Fraktion „Besser Bürger engagieren sich“ will nach den Sommerferien erneut die Probleme des Individualverkehrs ansprechen und Lösungsvorschläge unterbreiten. „Ein Schwerpunkt wird die Planung der Straßenbahnlinie 8 bleiben“, sagt Fraktionschef Gerd-W. Bode. Es bestehe erheblicher Klärungsbedarf über finanzielle Risiken, ungeklärte Zubringerdienste und mehr. Auch der Ortskerngestaltung in Brinkum will sich die Fraktion weiterhin widmen und „konstruktiv an der Gestaltung eines Marktplatzes mitarbeiten“.

Mehr zum Thema:

Was moderne Brausen fürs Bad alles können

Was moderne Brausen fürs Bad alles können

CDU siegt bei Saar-Wahl - SPD profitiert nicht von Schulz

CDU siegt bei Saar-Wahl - SPD profitiert nicht von Schulz

Gewinner und Verlierer: Der Saarland-Wahltag in Bildern

Gewinner und Verlierer: Der Saarland-Wahltag in Bildern

4:1: Deutschland gelingt souveräner Sieg in Aserbaidschan

4:1: Deutschland gelingt souveräner Sieg in Aserbaidschan

Meistgelesene Artikel

Große Resonanz auf den Infotag der Kreismusikschule

Große Resonanz auf den Infotag der Kreismusikschule

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

Problem Brandschutz: Barrier Grundschule muss auf größten Raum verzichten

„Best Place to Learn“: Lloyd Shoes setzt in der Ausbildung auf Teamarbeit

„Best Place to Learn“: Lloyd Shoes setzt in der Ausbildung auf Teamarbeit

Platz eins für „Lloyd“

Platz eins für „Lloyd“

Kommentare