Stephan Korte bilanziert Haustürbesuche

Fokus auf bezahlbaren Wohnraum und ÖPNV

„Quo vadis Stuhr“ mit Stephan Korte, Moderatorin Kristine Helmerichs (Grüne) und Andreas Bovenschulte (l.). Foto: Ah

Brinkum - Von Andreas Hapke. Zwischen zwei Podiumsdiskussionen passt immer noch ein anderes Format, dachte sich wohl der von den Grünen und der SPD nominierte Bürgermeisterkandidat Stephan Korte. Also lud er für Dienstagabend nicht nur die Bewohner in das Hotel Bremer Tor ein, um mit ihnen unter dem Motto „Quo vadis Stuhr“ über wichtige kommunale Aspekte zu diskutieren. Er wollte auch Andreas Bovenschulte dabei haben, damit dieser als Vorsitzender des Kommunalverbunds und Bürgermeister der Nachbargemeinde Weyhe einen Blick von außen auf das Geschehen werfen kann.

Kortes Themen ergaben sich aus den nach eigener Auskunft 800 bis 1 000 Haustürbesuchen in Stuhr seit Anfang März. Demnach hätten sich bezahlbarer Wohnraum – „aktuell die soziale Frage schlechthin“ – und öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) als Schwerpunkte herauskristallisiert.

Speziell ältere Menschen wünschten sich Wohnungen in einer Größenordnung von 60/70 Quadratmetern, weil sie alleine nicht mehr in der Lage seien, ein großes Haus zu unterhalten. Mehr Mehrfamilienhäuser und eine Nachverdichtung, etwa in Seckenhausen und Fahrenhorst, führte Korte als Lösungen an. Er brachte auch eine Sozialquote ins Spiel, die Bovenschulte präzisierte: Angesichts von 36 000 fehlenden Wohnungen im Bereich des Kommunalverbunds sei ein Anteil von 20 bis 25 Prozent an geförderten Wohnungen notwendig, das heißt mit einer auf 5,80 Euro pro Quadratmeter gedeckelten Miete. Ein Besucher regte an, Baugenossenschaften zu schaffen.

In Sachen Verkehr schlug Korte unter anderem Car-Sharing und ein Sanierungsprogramm für Radwege vor. Außerdem lohne sich ein Blick nach Weyhe, das in einem Modellprojekt um 15 Prozent vergünstigte Einwohnerticks für den ÖPNV anbietet. „Man sollte Stuhr in den Modellversuch mit aufnehmen“, sagte Korte.

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