Florian Schigelski umrundet den Vätternsee in Schweden

300 Kilometer mit dem Rad und noch nicht genug

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Florian Schigelski bei der Rundfahrt in Schweden.

Stuhr - Von Rainer Jysch. Sie gilt als eines der größten Events für Hobby-Radrennfahrer weltweit. Die „Vätternrundan“ genannte 300-Kilometer-Umrundung des Vätternsees im südschwedischen Gotland lockt bei Volksfeststimmung jährlich Tausende von Radsportlern an. Florian Schigelski aus Stuhr hat Mitte Juni zum ersten Mal zusammen mit acht anderen Radbegeisterten aus der Region an diesem Großereignis teilgenommen. Mehr als 23000 Radler aus aller Welt hatten sich schon Monate vorher für die Jubiläums-Rundfahrt, die inzwischen 50., angemeldet.

Gut neun Stunden saßen Hobbysportler Schigelski und seine Freunde bei der Fahrt um den Vätternsee im Sattel ihrer Rennräder. Für den Stuhrer Ausdauersportler mit der Startnummer 9740 noch nicht genug: Nach einer kurzen Pause am Zielort Motala setzte er sich erneut auf sein Rad und legte zusätzlich 110 Kilometer zurück. „Der Tag war noch jung und ich wollte die 400-Kilometer-Marke knacken, um meinen persönlichen Streckenrekord nach oben zu schrauben“, erklärt Schigelski die Motivation für seine rund vierstündige Zusatzfahrt. Dem Verlauf des Götakanals folgend ging es dabei bis zur Schleusenanlage bei Berg am Roxen-See.

Der 40-jährige IT-Projektmanager ist seit fünf Jahren als Triathlet und Mitglied der Tri-Wölfe beim LC Hansa Stuhr aktiv. Im vergangenen Jahr hat Schigelski auch die „Ironman“-Distanz bei dem „Ostseeman“ genannten Wettbewerb in Glücksburg absolviert. Das heißt: Er ist 3,8 Kilometer geschwommen, 180 Kilometer Rad gefahren und 42,2 Kilometer geaufen. Ein bis zweimal pro Jahr plant der Triathlet Wettkämpfe mit einer Mitteldistanz. „Das sind halbe Ironman-Wettkämpfe“, erklärt er. „In Schweden bot sich mir die Gelegenheit, auch einmal eine längere Strecke mit dem Rad zu bewältigen.“

Start- und Ziel war der Ort Motala am nordöstlichen Ufer des Vätternsees. „Den ganzen Tag über wurden im Zwei-Minuten-Takt jeweils 70 Fahrer auf die Reise geschickt“, erläutert Schigelski. „Wir waren eine halbe Stunde vor Mitternacht dran.“ Bei Temperaturen um zehn Grad und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 32,5 Stundenkilometern ging es für den Stuhrer und seine Freunde zunächst drei Stunden durch die dunkle Nacht. „Bei den Verpflegungsstationen wurden Köttbullar und Blaubeersuppe als typisch schwedische Stärkung angeboten“, erinnert sich der Tri-Wolf.

An der Strecke gab es Anfeuerungsrufe der Bevölkerung. Einige Schweden hatten den Straßenrand mit Feuerschalen geschmückt und es sich bei Partystimmung mit Grillwürsten und Bier gemütlich gemacht. „Heja“-Rufe munterten die vorbeiflitzenden Fahrer auf, selbst morgens um ein Uhr. „Wir fuhren in einen schönen Sonnenaufgang hinein. Das war eine tolle Stimmung“, schwärmt Schigelski von seinem -Abenteuer.

Gegen 10 Uhr morgens waren er und seine Freunde wieder am Start-/Zielpunkt angekommen. „Eine Platzierung ist bei diesem Rennen nicht vorgesehen. Man bekommt eine Teilnehmermedaille umgehängt, aber am Ende geht es um nichts.“

Jetzt bereitet sich der Intensivsportler auf den Triathlon am Stuhrer Silbersee Ende Juli vor. Im August steht für ihn eine 14-tägige Alpenüberquerung von Konstanz nach Nizza auf dem Programm. 1200 Kilometer mit Rennrad und Rucksack. „Da werde ich auch einige Pässe der Tour de France abfahren“, plant er bereits die nächsten Herausforderungen.

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