„Fit in der Ausbildung“: Jugendliche erhalten Hilfe in Mathe und Deutsch

Bürgerstiftung sucht Paten für Lehrlinge

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Harald Kaufmann, Unterstützer „Fit in der Ausbildung“, Johann Demoliner, Vorsitzender der Bürgerstiftung, Thomas Schaumlöffel, Elisabeth Kollien und Herman Hattermann (v.l.) hoffen, weitere Mitstreiter für ihr Projekt zu gewinnen.

Brinkum - Von Anne Schmidtke. Lehrlinge, die Probleme in Deutsch oder Mathe haben, erhalten bei der Bürgerstiftung Stuhr Hilfe. Unter dem Motto „Fit in der Ausbildung“ greifen ehrenamtliche Mitarbeiter den Jugendlichen unter die Arme.

„Oft reichen die Kenntnisse in den Fächern nicht aus, um nach der Lehre einen Job zu finden“, sagt Thomas Schaumlöffel, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Stuhr. Vor gut einem Jahr hätte der damalige Vorsitzende Ralf Sbresny daher die Idee gehabt, Azubis zu unterstützen.

Nach Ausarbeitung eines Konzeptes, an dem die Berufsbildenden Schulen (BBS) Syke und die Kammern beteiligt waren, bewarben die Ehrenamtlichen in den BBS ihr Angebot. Anfangs sei es gar nicht so einfach gewesen, die Jugendlichen von dem Projekt zu überzeugen. „Wir haben gemerkt, dass die Schüler nicht zu uns kommen, sondern dass wir auf sie zugehen müssen“, sagt Schaumlöffel. Daher hätten er und seine Mitstreiter die Strategie geändert und den Klassen einen Besuch abgestattet. „Ein Jugendlicher hat gesagt, dass er es gut findet, was wir machen. Seiner Meinung nach würden alte Leute sonst immer nur zum Arzt rennen“, berichtet Betreuerin Elisabeth Kollien. Stolz sei sie darauf, dass im Anschluss an einen der Termine ein junger Mann elf Klassenkameraden angemeldet habe.

Seit Anfang Mai geben nun sieben Ruheständler 15 Jugendlichen aus dem ganzen Landkreis einmal wöchentlich in Kleingruppen nach dem Berufsschulunterricht Nachhilfe. „Viele haben vor allem in Mathe Probleme“, sagt Betreuer Herman Hattermann. Ihm sei aufgefallen, dass seine Schüler keinen Dreisatz beherrschten und nicht mit der Formelsammlung umgehen könnten. „Wir gehen daher auf die individuellen Bedürfnisse ein.“

Im Moment nehmen nur Schüler das Angebot wahr. Das liege laut Schaumlöffel daran, dass es bisher nur eine Akquise bei den angehenden Handwerkern gegeben habe und der Berufszweig von Männern dominiert werde. „Wir wollen noch in die kaufmännischen Klassen.“ Daher müsse der Pool an Ehrenamtlichen wachsen. Diese könnten unter anderem aus der Logistikbranche oder dem Einzelhandel kommen. Ein Mitarbeiterzuwachs sei zudem wünschenswert, weil die Bürgerstiftung sich zukünftig auch um potenzielle Ausbildungsabbrecher kümmern wolle. Wer sich engagieren will, meldet sich per E-Mail unter fida-brinkum@outlook.de oder kommt zum nächsten Treffen der Betreuer am Mittwoch, 8. Juli, um 9.30 Uhr ins Mehrgenerationenhaus.

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