Firma Wincopac investiert rund 750000 Euro in den neuen Standort

Verpackungsdienstleister siedelt in Brinkum-Süd an

+
Wincopac-Chef Sven Winkelmann und seine Teamleiterin Ines Schiel.

Brinkum-Süd - Von Andreas Hapke. Sein Leben lang Lastwagen fahren? Das kam für Sven Winkelmann nicht in Frage. Also hat er sich selbstständig gemacht und den Abpackbetrieb Wincopac gegründet. Seit Anfang Juni operiert die Firma von der Lise-Meitner-Straße 12.

Das Unternehmen versteht sich als Verpackungsdienstleister, dazu zählt auch das Konfektionieren und Etikettieren der angelieferten Ware. In der Regel beauftragt der Kunde selbst eine Spedition für den Weitertransport der Pakete. „Nach Absprache können wir das aber auch übernehmen“, sagt Winkelmann. Die Gründung einer eigenen Spedition hat er seiner Auskunft nach nie in Erwägung gezogen. „Da ist die Konkurrenz einfach zu groß – erst recht, wenn man als kleines Unternehmen in diesen Markt einsteigt.“ Das Verpackungsgeschäft hingegen laufe gut. „Zurzeit ist viel los, wir haben zu tun.“

Insgesamt hat der Firmenchef rund 750000 Euro in den Bau der rund 800 Quadratmeter großen Halle an der Lise-Meitner-Straße investiert, davon entfallen rund 200 Quadratmeter auf die Sozialräume. Angefangen hatte das Unternehmen im Januar 2013 an der Bergiusstraße im Gewerbegebiet Brinkum-Nord. Doch da wurde es dem Betrieb schnell zu klein. „Wir hatten dort gerade einmal 200 Quadratmeter, und zwar inklusive Sozialtrakt“, berichtet Winkelmann. „Außerdem wollten wir in die eigene Tasche arbeiten, statt Miete zu zahlen.“

Auf der Suche nach einem neuen Standort hatte sich die Firma zwischenzeitlich auch in Dreye umgesehen. „Wir wollten, dass unsere Kollegen weiterhin so nah wie möglich an ihrem Arbeitsplatz wohnen“, begründet Teamleiterin Ines Schiel die Entscheidung für Brinkum. Dass Winkelmann in Stuhr lebt, habe auch eine Rolle gespielt, ebenso die guten Gespräche mit Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier.

Zwischen Baugenehmigung und Umzug lag noch nicht einmal ein halbes Jahr. „Das war ein sportliches Ziel, das hier in so kurzer Zeit hochzuziehen“, sagt der 40-jährige Winkelmann. „Wir sind auf eine Baustelle gezogen, aber jetzt fehlen nur noch der Zaun für die Außenanlage und der Fußboden für das Obergeschoss.“

Die Firma beschäftigt zwölf feste Mitarbeiter und ein paar studentische Hilfskräfte. Laut Schiel würde das Unternehmen gerne auch Mütter einstellen. „So zweieinhalb Stunden pro Tag wären gut, bei freier Zeiteinteilung. Wir haben vier Eltern und gerade in Ferienzeiten Engpässe.“

Mehr zum Thema:

Zyklon „Debbie“ verwüstet Australiens Küstenregion

Zyklon „Debbie“ verwüstet Australiens Küstenregion

New Model Army im Aladin

New Model Army im Aladin

Trump wendet sich vom Klimaschutz ab

Trump wendet sich vom Klimaschutz ab

RBB: Kontrollgremium sieht Schwächen bei Amri-Ermittlungen

RBB: Kontrollgremium sieht Schwächen bei Amri-Ermittlungen

Meistgelesene Artikel

Appletree: Zeltplatz wird mit Zaun gesichert

Appletree: Zeltplatz wird mit Zaun gesichert

Frühjahrskonzert mit musikalischer Reise 

Frühjahrskonzert mit musikalischer Reise 

Frage zum Frühlingserwachen: „Wer braucht schon Moore?“

Frage zum Frühlingserwachen: „Wer braucht schon Moore?“

Unfallszenario mutet auf den ersten Blick etwas rätselhaft an

Unfallszenario mutet auf den ersten Blick etwas rätselhaft an

Kommentare