Gästeführung durch die für 16 Millionen Euro kernsanierte KGS Brinkum

Der Finger ist die Kreide

Schulleiter Michael Triebs zeigt der Besuchergruppe, was sich am Schulgebäude der KGS Brinkum durch die kurz vor dem Abschluss stehende Kernsanierung verändert hat. - Foto: Jysch

Brinkum - Von Rainer Jysch. Schwer beeindruckt waren die Besucher, die sich am Freitag die aufwendig renovierten Räume der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Brinkum zeigen ließen. Stuhrs Gästeführerin Ingrid Kavanagh hatte zum Rundgang eingeladen.

Schulleiter Michael Triebs präsentierte den 15 Gästen die frisch sanierten Klassenzimmer, Flure und andere Räumlichkeiten. In seinem Büro gab der 62-jährige Rektor den Besuchern zunächst eine kurze Einführung. „Wir haben jetzt knapp 1 400 Schüler, die von 118 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden“, berichtete er. Vor allem ehemalige Schüler sowie Eltern und Großeltern von derzeitigen Schülern zeigten Interesse am Innenleben der aktuell mit einem Kostenaufwand von rund 16 Millionen Euro modernisierten Bildungseinrichtung.

„Als ich im Februar 2009 hier angefangen habe, war das gleichzeitig der Startschuss für die Gemeinde Stuhr, an der Schule mit den absolut notwendigen Sanierungsarbeiten zu beginnen“, erklärte Triebs. „Seitdem baue ich.“

1976 war die KGS errichtet und in den Folgejahren nach und nach erweitert worden. Der Ursprungsgrund für die jetzt bis voraussichtlich Weihnachten abgeschlossenen Modernisierungsmaßnahmen sei die energetische Sanierung der älteren Gebäude gewesen. „Die früheren Außenwände hinter den Heizkörpern bestanden nur aus einem Zentimeter dicken Metall, ohne Dämmung. Mehr war da nicht“, so der Schulleiter.

Treppauf, treppab führte er die kleine Besuchergruppe durch die verschiedenen Bereiche des komplexen Schulgebäudes, schloss Klassenräume auf und erklärte die aufwendigen Arbeiten an der Bausubstanz. Als einer der ersten Arbeiten habe man neue Chemieräume auf einer früheren, riesigen Dachterrasse entstehen lassen. Auf den so frei gewordenen Flächen sind heute drei schallgedämmte Musikzimmer angesiedelt. Auch Einzelunterrichtsräume und eine Instrumentensammlung befinden sich an dieser Stelle.

Sektion für Sektion seien die Handwerker beim laufenden Schulbetrieb vorgegangen, haben mobile Staubschutzwände eingezogen, Fenster und Türen erneuert und das Innere samt aller Kabel entkernt. „Da sah es hier aus wie in einem Parkhaus, oben und unten nur Beton“, erinnert sich Triebs. Auch auf die technischen Neuerungen, die im Zusammenhang mit den Bauarbeiten verwirklicht wurden, ging der Pädagoge ein. „Die gesamte Schule wurde neu vernetzt. In jedem Klassenraum gibt es jetzt einen Internetzugang und einen Beamer unter der Decke. Wir können so von überall auf den Server zugreifen und Informationen sowie Arbeitsmittel abrufen.“ In ausgewählten Klassenräumen gibt es anstelle von klassischen Tafeln interaktive Whiteboards auf die von jedem Smartphone, Tablet oder Computer Texte und andere Daten sichtbar gemacht werden können. „Damit lässt sich virtuell auch eine grüne Tafel erzeugen. Der Finger ist dann die Kreide. Das quietscht auch nicht“, erzählte Triebs.

Im Anschluss an die Führung sorgte Ernährungsexpertin Reinhild Olma in der Schulküche für eine Erfrischung der Besucher und zeigte, wie man mit wenigen Zutaten leckere Schulbrote zaubert.

„Hier würde mir das Lernen auch Spaß machen“, waren sich Anne und Manfred Beermann aus Brinkum einig, deren elfjährige Enkelin die sechste Klasse der KGS besucht. „Das ist ja eine völlig andere Schule geworden.“

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