Lange Kunstnacht in der VHS

Figuren auf Papier und aus Tonersatz

Der Bildhauer Hossein Razagi lässt mit den vornehmlich weiblichen Besuchern der langen Kunstnacht Figuren entstehen. - Foto: bos

Seckenhausen - Der mit Fackeln beleuchtete Fußweg wies den Besuchern jetzt den Weg zur langen Kunstnacht in den Räumen der Volkshochschule (VHS) an der Hauptstraße. Brigitte Witte, VHS-Arbeitsstellenleiterin, hatte zusammen mit Anne Roecken-Strobach von der Kunstschule Stuhr (KuSS) nach dem Erfolg im vergangenen Jahr erneut Interessierte eingeladen, um künstlerisch tätig zu werden. „Wir wollen das Angebot zu einem Höhepunkt in der kalten Jahreszeit machen“, erklärte Witte.

In ihrer Begrüßungsrede versuchte sie, den Teilnehmern den Druck zu nehmen. „Niemand muss mit einem hochgradig perfekten Werk das Haus verlassen.“ Wichtig sei, dass jeder am Ende eine gute Erinnerung mitnehme. Nachdem es bei der Premiere 2015 kein festes Thema gegeben hatte, ging es nun um die Figur. Die Teilnehmer hatten die Wahl, ob sie zwei- oder dreidimensional arbeiten wollten.

Der Zuspruch an der Kunstnacht war gegenüber dem Vorjahr etwas gesunken. Unter den zehn Interessierten waren, bis auf eine Ausnahme, nur Frauen. Gudrun Bloy war bereits zum zweiten Mal dabei. „Ich fand die Veranstaltung im vorigen Jahr so toll, dass es mit gelungen ist, drei Bekannte dafür zu begeistern, die ich heute dabei habe“, sagte sie.

Die Diplom-Grafikerin Dörte Wollgast war für die Malerei zuständig, und der Bildhauer Hossein Razagi, der an der KuSS als Dozent tätig ist, kümmerte sich um die Plastiken. „Wir arbeiten mit einem Tonersatz, der nicht gebrannt werden muss“, erklärte Razagi den Teilnehmern.

Wollgast demonstrierte an einer Wandtafel auf farbigem Karton mit einem weißen Stift den Aufbau des menschlichen Körpers, den sie in sieben Teile splittete. Aus den Startskizzen der Teilnehmer entstanden mit Hilfe farbiger Stifte unterschiedliche Zeichnungen des menschlichen Körpers, die sich durchaus sehen lassen konnten.

Im Nebenraum waren die Teilnehmer mit Razagi damit beschäftigt, Figuren aus Küken-Draht und Tonersatz zu erstellen.

Wer eine Pause von der kreativen Arbeit benötigte, war im Flur bestens aufgehoben. Auf den Stehtischen standen Knabbereien, an denen sich die Künstler bedienen durften. Mit Wein und Sekt gefüllte Gläser sorgten bei leiser Musik für einen gemütlichen Rahmen. - bos

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