Feuerwehr Brinkum blickt zurück

2804 Stunden im Einsatz

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Gemeindebrandmeister Michael Kalusche (r.), daneben Ortsbrandmeister Thomas Erdt und Bürgermeister Niels Thomsen mit den Geehrten und Beförderten.

Brinkum - „Alles was geleistet worden ist, ist beachtlich und kann nicht oft genug anerkennend erwähnt werden“, erklärte Bürgermeister Niels Thomsen am Freitag während der Jahreshauptversammlung der Brinkumer Feuerwehr im Feuerwehrhaus am Brunnenweg. Dabei dachte er an den Großbrand am Pfingstwochenende des vergangenen Jahres beim Entsorgungsfachbetrieb Baensch & Wippersteg (B&W) am Rodendamm. Dieser Einsatz habe auch positive Aspekte, denn man gehe mit mehr Erfahrung in den nächsten Großbrand, der hoffentlich nicht kommen möge.

Ortsbrandmeister Thomas Erdt ging in seinem Jahresbericht ebenfalls auf dieses Ereignis ein. „Es war wohl einer der größten Einsätze der vergangenen Jahrzehnte im Landkreis Diepholz“, so seine Feststellung. Dabei sei die Meldung zunächst nicht ungewöhnlich gewesen. „Rauchentwicklung bei der Firma B&W am Rodendamm“, habe es geheißen. Was die Helfer dann vor Ort erwartete, sei ein Inferno gewesen. Innerhalb kürzester Zeit hätten 4000 Tonnen Kunststoffmüll und Holzreste in Flammen gestanden. Zur Spitzenzeit seien 250 Brandschützer zeitgleich im Einsatz gewesen und hätten eine Ausbreitung auf weitere Gebäude verhindert.

Laut Erdt sind die Brinkumer 2015 zu 94 Einsätzen ausgerückt, neun Mal weniger als im Vorjahr. Dabei hätten 1135 Löschkräfte zusammen 2804 Stunden geleistet. Das wiederum sei eine deutliche Steigerung um fast 1000 Stunden im Vergleich zu 2014 gewesen, sagte Erdt. Außer diversen Klein- und Mittelbränden hätten die obligatorischen Tierrettungen – Katzen mussten aus den Bäumen geholt werden – sowie die Beseitigung von Ölschäden nach Unfällen auf dem Plan gestanden. 20 Mal, so selten wie schon lange nicht mehr, seien die Brandschützer wegen Fehlalarmen unterwegs gewesen.

An Veranstaltungen steht im März der öffentliche Kuppelcontest vor dem Feuerwehrhaus im Kalender. Dabei handelt es sich um einen nicht offiziellen Wettbewerb im Saugschlauchkuppeln. Ein Osterfeuer auf dem Gelände gegenüber dem Feuerwehrhaus wird es in diesem Jahr wohl zum letzten Mal geben, da dort der Bau einer Funsportanlage beginnen soll.

Bürgermeister Thomsen bat in diesem Zusammenhang um Verständnis. Die Gemeinde tue viel für Kinder, Familien und Senioren. Bei den Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren sei das Angebot hingegen eher dürftig.

Jugendfeuerwehrwart Dennis Spörhase berichtete von einigen Wettbewerbserfolgen. Unter anderem habe die Jugendfeuerwehr bei dem Nordkreispokal zum wiederholten Male den ersten Platz erreicht.

Gemeindebrandmeister Michael Kalusche blickte auf die Anschaffung von zwei neuen Fahrzeugen im Jahr 2015 zurück, eines für Fahrenhorst, das andere für Stuhr. Jetzt sei allerdings „erst einmal Ruhe mit neuen Fahrzeugen in der Gemeinde“.

Befördert wurden Nico Wahlers, Tristan Wessels und Tim Wiechmann zu Oberfeuerwehrmännern, Christian Hinzpeter und Frank Ehresmann zu Hauptfeuerwehrmännern, Thomas Frische zum 1. Hauptfeuerwehrmann sowie Björn Kaufhold zum Hauptlöschmeister. Ehrungen gab es für Marc Drews (25 Jahre bei der Feuerwehr) und Georg Apel (50 Jahre).

bos

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