„Festival of Irish Music“ begeistert das Publikum

Folk der Extraklasse auf Gut Varrel

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Bei der finalen Session des diesjährigen Irish Spring Festivals in der Gutsscheune in Varrel tanzen (v.l.): Cillian O’Dalaigh (Gruppe „Rianta“), Séamus Flatherty („High Time“) und die Schwestern Cassie & Maggie MacDonald.

Varrel - Von Rainer Jysch. Seit Mitte Februar tourt der Veranstalter mit dem diesjährigen Irish Spring Festival durchs Land. 34 Konzerte an 34 Tagen, jeden Tag an einem anderen Ort. Am Freitagabend überzeugten drei Musikgruppen in der Varreler Gutsscheune mit Konzert Nummer 32 das Stuhrer Publikum. Im Jahr 2001 ins Leben gerufen, sorgte das seit Langem ausverkaufte Irish-Folk-Festival nun bereits zum 18. Mal für eine große Zuhörerresonanz.

Viele Besucher waren nicht zum ersten Mal bei diesem keltischen Frühlingsereignis und outeten sich durch textsicheres Mitsingen als Kenner der Szene. Auch aus Bremen und Oldenburg waren Gäste extra zum Konzert angereist. „Die frischen, jungen Musiker werden euch bestens unterhalten“, kündigte Moderatorin Kristine Talamo-Spiegel vom Veranstalterteam an. Und sie sollte recht behalten.

Den Auftakt übernahm das irische Trio „High Time“ aus Connemara an der Westküste der grünen Insel. „Der Name der Band bedeutet soviel wie ‚Es wird Zeit’, übersetzte die Moderatorin. Den beiden Brüdern Séamus (Harfe) und Conall (Flöte) Flatherty und ihrem Freund Ciarán Bolger (Gitarre) gelang es im Handumdrehen, das Publikum mit sehr rhythmischen Stücken zu begeistern und zum Mitklatschen und -singen zu animieren.

Alle Liedvorträge stammen von ihrem erst kürzlich veröffentlichten Debüt-Album „Sunda“, dem gälischen Wort für „Sound“. So auch das erste Stück „The Village of Cloch Bhui“, ein altes, traditionelles Volkslied aus ihrer Heimat. Auch „Fiddler’s Green“ befindet sich auf dieser CD. Die drei Iren beeindruckten mit fein abgestimmtem Gesang und einer tollen Instrumentenbeherrschung.

Harfenist Séamus Flatherty zeigte zudem, dass er auch das Irish Step Dancing vollendet beherrscht. Blitzschnell ließ er Füße und Beine fliegen und heimste so stürmischen Sonderapplaus ein.

Die Schwestern Cassie (Fiddle) und Maggie (Gitarre) MacDonald von der keltisch geprägten Halbinsel Neu-Schottland, ganz in Kanadas Osten, sind schon auf vielen Festivals in Nord-Amerika und Europa aufgetreten. Auch in Stuhr verstand es das Duo mit seiner Bühnenshow, Musik- und Tanzdarbietungen in bewundernswerter Weise zu verbinden. Die einzigartige Mischung aus traditioneller und zeitgenössischer keltischer Musik und Gesang prägte den Vortrag. Mit Harmoniegesang und energiegeladenem Step-Dance sorgten die Schwestern für hörens- und sehenswerte Darbietungen, die das Publikum begeisterten.

Im zweiten Teil des Abends stiegen die vier Mitglieder der irischen Gruppe „Rianta“ auf die Bühne. „Akkordeon-Hexer“ Conor Moriarty, Gitarrist Cillian O’Dalaigh, Perkussionist Kieran Leonard und einem junger Geigenspieler gelang es grandios, dem Konzert mit klassischem Irish-Folk einen vorläufigen Schlusspunkt zu setzen. Auch mit gefühlvollen Balladen und dem umjubelten Stück „Rocket to the moon“ konnte das All-Star-Quartett punkten.

Die finale Session, bei der alle Künstler des Abends zusammen auf der Bühne singen, musizieren und tanzen, bildet traditionell den Höhepunkt des Festivals. Angesichts des musikalischen und tänzerischen Feuerwerks, das die Künstler dabei entzündeten, kannte die Begeisterung der Zuhörer in der voll besetzten Scheune fast keine Grenzen. Äußerst dankbar für den wunderbar unterhaltsamen Abend erklatschte sich das Publikum von den sichtlich erfreuten Künstlern noch zwei Zugaben.

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