Festakt am Freitag in Seckenhausen

Zehn Jahre Strom vom Kirchendach

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Das Solarensemble aus der Vogelperspektive.

Seckenhausen - Von Andreas Hapke. In Seckenhausen gehören Kirche und Solarenergie zusammen. Gotteshaus, Pfarrhaus und ein Nebengebäude sind mit Fotovoltaikanlagen ausgestattet. Zusammengenommen bilden sie mit einer Fläche von fast 600 Quadratmetern das größte Kirchensolardach Deutschlands, „eventuell sogar Europas“, wie im Internet auf der Seite der Kirchenregion Stuhr zu lesen ist. 2005 gab es dafür den deutschen Solarpreis.

Mit einem Festakt will die Kirchengemeinde am Freitag, 25. September, an die Anfänge der Sonnenstrom-Projekte vor zehn Jahren erinnern.

Seinerzeit nutzten die Verantwortlichen die notwendige Sanierung des Kirchendaches, um sie mit einer umweltschonenden Nutzung zu verbinden. Die 400-Quadratmeter große Fotovoltaikanlage ist die leistungsstärkste auf einem Kirchendach in Deutschland. Zuletzt kam im Jahr 2011 die Anlage auf dem Pfarrhaus hinzu. Zusammen ergibt sich eine Spitzenleistung von 73,3 Kilowatt Peak (Kwp). „Den Großteil des Stroms verbrauchen wir selbst“, sagt Ute Sydow, im Kirchenvorstand für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Gleichwohl habe sich durch die Einspeisevergütungen auch ein kleines Polster angehäuft, mit der die Kirche allerlei soziale Projekte fördere, in der Flüchtlingsarbeit zum Beispiel Traumatisierungskurse für Mütter und Kinder. Ein Teil des Geldes fließt in die Verschönerung der Kirche und des Außengeländes. „Wir haben die Orgel überholt, die Gemeinderäume gestrichen und einen wunderschönen Spielplatz angelegt“, zählt Sydow beispielhaft auf. Bis auf ein kleines Kirchendarlehen sei alles abbezahlt.

Der Festakt beginnt um 18 Uhr mit einer Andacht, der sich ein Vortrag von CDU-Politiker Klaus Töpfer anschließt, einst Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen. Vorab besteht ab 16.30 Uhr die Möglichkeit der Besichtigung der Kirche, des Gemeindehauses und einer kleinen Ausstellung. Zahlen, Daten und Fakten zur Anlage liefert Hans-Jörg Becker, erster Vorsitzender des Vereins Stuhr plus.

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