Gemeinde Stuhr verabschiedet sich von Broschüre

Ferienspaß 2018: Programm und Anmeldungen nur noch im Internet

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Ein Dauerbrenner beim Stuhrer Ferienspaß: das märchenhafte Pizzabacken des Heimatvereins Heiligenrode.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Das Programmheft für den Stuhrer Ferienspaß hat ausgedient. Ab kommendem Jahr will die Gemeinde ihren Veranstaltungsmarathon nur noch über das Internet abwickeln, wie Hans Schüler, Leiter des Teams Jugend, während eines Treffens mit Anbietern der diesjährigen Aktionen bekanntgab.

Rund 40 Vertreter von Vereinen und Organisationen waren ins Rathaus gekommen, um Bilanz zum Ferienspaß zu ziehen und sich bei Essen und Getränken auszutauschen. Vorbehalte gegenüber dem neuen Prozedere waren im Ratssaal nicht zu vernehmen, eher im Gegenteil: Alle haben ihre Bereitschaft signalisiert, auch im kommenden Jahr wieder mit von der Partie zu sein.

Anbieter und Teilnehmer erhalten bei Problemen Unterstützung

Laut Schüler hat das Rathaus bereits drei Angebote für den Online-Auftritt des Ferienspaßes eingeholt. „Wir haben jahrelang gezaudert, diesen Schritt zu machen“, berichtete er. Inzwischen sei die Nutzung des Internets so weit fortgeschritten, dass fast jeder mit seinem Smartphone online gehe. Der Zeitpunkt für den Wechsel hin zu einer einfacheren Handhabung sei gekommen. „Die Vereine stellen ihr Angebot ein, und das Programm erstellt daraus automatisch eine Broschüre“, erklärte Schüler. 

Für Anmeldungen gebe die Software einen Zeitraum von ungefähr zwei Wochen vor. Sollte es mehr Interessenten als Plätze geben, wähle ein Zufallsgenerator die Teilnehmer aus. „Vereine, die für ihr Angebot eine Gebühr erheben, können dies ebenfalls über diese Plattform tun. Sie können auch eine zusätzliche Veranstaltung eintragen, wenn ihr Angebot überlaufen ist“, sagte Schüler. Im Januar will das Team Jugend die Klubs mit dem Programm vertraut machen. „Sollte trotzdem jemand nicht klarkommen, werden wir ihn betreuen.“ Dies gelte für Anbieter und Teilnehmer gleichermaßen.

150 von 157 angekündigten Veranstaltungen konnten stattfinden

Im Ratssaal berichteten die Veranstalter über den Verlauf ihrer Ferienaktionen. Der Schützenverein Fahrenhorst etwa hatte 30 Kinder zum Luftgewehrschießen begrüßt. „Mehr ist nicht zu bewerkstelligen“, sagte der zweite Vorsitzende Hermann Hüneke. Dies sah auch Tobias Kautz so. Der stellvertretende Jugendleiter des AMC Asendorf hatte es mit 20 kartfahrenden Sprösslingen zu tun gehabt. „Wir hätten 150 Kinder annehmen können“, sagte er. Auf gut besuchte Handballnachmittage „mit homogenen Mannschaften“ blickte Angela Peters von der HSG Stuhr zurück, während Steffen Grämer vom FTSV Jahn Brinkum überzeugt war, den Kindern die Randsportart Judo nähergebracht zu haben. Karen Kohlwey hatte bei ihrer Premiere nach eigenen Angaben mit den Kindern „drei Stunden Spaß“ in ihrem Wipfelstürmerwald. Das Team Jugend habe in 20 Veranstaltungen 200 bis 250 Kinder bespaßt, so Andrea Schattner.

Insgesamt waren laut Schüler 150 der 157 angekündigten Veranstaltungen zustandegekommen. „Zehn bis zwölf sind ausgefallen, dafür haben einige Vereine zusätzlich etwas angeboten.“ Dies sei nicht mehr zu toppen. Wie viele Kinder insgesamt teilgenommen hatten, bleibt unklar. Dafür müsse die Gemeinde jeden Veranstalter einzeln anrufen, sagte Schüler. „Vor fünf Jahren haben wir das mal gemacht, da waren es rund 3500 Teilnehmer, wobei es natürlich Mehrfachmeldungen gegeben hat.“

Die Medienwerkstatt hat 15 Aktionen des Ferienspaßes begleitet. Die Beiträge fassen die Hobbyfilmer am Montag, 28. August, zu einer Sendung zusammen, die am 4. und 18. September bei Radio Weser TV auf dem Bremer Kabelkanal 12 zu sehen ist.

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