Feines Malen, grobes Raspeln

Bei Anke Nesemann experimentieren die Kinder mit unterschiedlichen Techniken

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Kursleiterin Anke Nesemann mit Lasse (l.) und Neele im „Atelier fürs Grobe“, wo gesägt und geraspelt wird.

Bürstel - Von Andreas Hapke. In der Bildhauerwerkstatt von Anke Nesemann herrscht konzentrierte Stille. Vier Kinder zwischen sechs und acht Jahren sitzen am Tisch und gestalten Landschaften aus Ton. Sie treffen sich jeden Dienstagnachmittag für zwei Stunden, um neue Techniken aus der Malerei und der Bildhauerei zu entdecken. Die Kursleiterin lässt ihnen viel Freiraum, um sich auszuprobieren.

„Experimentelles Gestalten – Kunst für Kinder“ nennt sich das Angebot bei Anke Nesemann, das in ihren beiden Ateliers am Bürsteler Brachland in Heiligenrode über die Bühne geht. Wegen der Lage an der Grenze zum Landkreis Oldenburg kommen die Teilnehmer nicht nur aus Stuhr, sondern auch aus Kirchseelte, Dünsen und Harpstedt. „Für Kinder passiert da ja nicht so viel“, sagt Anke Nesemann.

Die Kleinen sind aus unterschiedlichem Gründen bei ihr. Lasse (8) etwa geht auf die Prinz-Höfte-Schule in Bassum, wo er in Kunst viel gefördert wird. Bei Joel (7) war die Mama die Triebfeder. „Ich probiere das hier aus, weil sie wollte, dass ich mir ein Hobby suche“, sagt er.

Seit 13 Jahren bietet die freiberufliche Künstlerin nach eigener Auskunft Kurse für den Nachwuchs an. „Drei pro Jahr, und jeden Tag ist etwas anderes an der Reihe“, sagt sie. Eigens dafür habe sie sich ein Ideenbuch angelegt, das sie regelmäßig mit neuen Einfällen bestücke. „Auf der Welt“, sagt sie, „gibt es so viel zu entdecken.“ Der Mensch und die Natur seien ihre Themen. „Wenn das Wetter schön ist, sind wir natürlich häufig draußen.“

In ihren Kursen geht Anke Nesemann auf die verschiedenen Persönlichkeiten, Charaktere und Temperamente der Kinder ein. „Sie werden in ihren Anlagen gefördert. Anders als in der Schule, wo immer alles gleich sein muss. Hier schafft jeder sein eigenes Werk.“ Da Ganze geschehe ohne Leistungsdruck und Stress. „Wir unterhalten uns über das Thema und setzen es künstlerisch um.“ Auf diese Weise hat Johannes eine Landschaft mit Berg, Haus, Skipiste, einer krummen Brücke und einer Maus entworfen. „Die Katze ist abhanden gekommen“, bedauert er.

Für die gröberen Arbeiten, Anke Nesemann spricht von „raspeln und sägen mit Fäusteln und Spitzeisen“, geht es in die Werkstatt im Keller. Dort sind die Kinder zurzeit dabei, Fantasietiere aus Holz zu gestalten.

Der nächste Kunstblock für Kurze beginnt am Dienstag, 10. April. Kindergeburtstage, Halbtagsangebote in den Ferien und das offene Atelier für Erwachsene runden das Programm ab. Anmeldungen unter Telefon 04206/97 99 oder 0177/561 36 04.

www.ankenesemann.de

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