Feierliche Schlüsselübergabe in Fahrenhorst / Bürgermeister Niels Thomsen: „Technik ersetzt nicht den Führungsfaktor Mensch“

Vom neuen Einsatzleitwagen profitiert auch der Kreis

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Gemeindebrandmeister Michael Kalusche (l.) übergibt den Schlüssel an Ortsbrandmeister Matthias Nordhorn.

Fahrenhorst - Schick sieht er aus, der neue Einsatzleitwagen (ELW) der Freiwilligen Feuerwehr Fahrenhorst. Zwei Jahre lang hatte eine Planungsgruppe der Ortswehr das Konzept erstellt und die Entwürfe sowohl mit der Verwaltung als auch mit dem Fahrzeugbauer Eggers abgesprochen. Der Stuhrer Betrieb erhielt den Auftrag, das „Sprinter“-Fahrgestell mit einem Aufbau nach den Wünschen der Feuerwehr zu versehen – fertig war das Unikat. „Schule deine Jungs auf diesem Fahrzeug“, riet Gemeindebrandmeister Michael Kalusche dem Ortsbrandmeister Matthias Nordhorn bei der Übergabe.

Das sei auch geplant, erwiderte Nordhorn, denn das neue Fahrzeug habe sehr viel Technik an Bord, mit der sich eine ausgewählte Gruppe erst einmal vertraut machen müsse. Deshalb wird in den nächsten zwei Wochen noch das alte ELW aus dem Jahre 1992 im Einsatz bleiben. „Damals, vor rund 24 Jahren, lagen wir mit dem Funktelefon im ELW noch ganz weit vorne“, erinnerte sich Nordhorn an die Anfänge des bald ausgemusterten Fahrzeugs.

Das neue ELW sei ein bedeutendes Fahrzeug, sagt Bürgermeister Niels Thomsen bei der Übergabe und stellte die Ausstattung vor: ein Funkraum mit zwei PC-Arbeitsplätzen, spezielle Software, ein Bildschirm zur Lagedarstellung, Wetterstation, Stromerzeuger, Teleskop-Funkmast für Digitalfunk und eine Kombination von Telefon-, Fax und Datenempfänger. „Aber viele und sinnvolle Technik ersetzt nicht den Führungsfaktor Mensch, sie unterstützt ihn nur“, erklärte Thomsen. Im Einsatzfall Gelassenheit und einen kühlen Kopf bewahren, das könne keine Technik. Daher sei er stolz, dass es in Fahrenhorst genügend gute Führungskräfte gebe, die über diese Voraussetzungen verfügten. Die 150000 Euro für das Fahrzeug nannte Thomsen eine sinnvolle Investition, zumal der Wagen auch den anderen Stuhrer Ortswehren zugute komme.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Hartmut Specht erklärte, dass von diesem ELW auch der Landkreis profitiere, weil es das Führungsfahrzeug des Technische-Hilfe-Zuges der ersten Kreisfeuerwehrbereitschaft sei. Nachdem der Fahrzeugschlüssel seinen Weg vom Bürgermeister über den Gemeindebrandmeister und den Ortsbrandmeister zum Gerätewart Thorsten Weikum zurückgelegt hatte, bedankte sich Reinhard Eggers für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Verwaltung und der Feuerwehr.

„Ich möchte nicht wissen, was passiert, wenn die erste Schramme kommt“, meinte Ortsbrandmeister Nordhorn noch, bevor er alle Anwesenden zum Büfett bat.

bt

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