Gudrun Mahlstedt präsentiert ihre Werke in der Stuhrer Volksbank

Farbenfrohe Bilder in Öl

Die Künstlerin Gudrun Mahlstedt zeigt seit Donnerstagabend unter dem Titel „Oil or nothing“ eine Auswahl ihrer Werke. - Foto: Ehlers

Stuhr - Von Angelika Kratz. „Die Kunst ist dazu da, den Staub des Alltags von der Seele zu waschen“, hat Pablo Picasso einmal gesagt. Überaus zutreffend sind diese Worte für Gudrun Mahlstedts Werke, die sie zurzeit in der Volksbank Stuhr unter dem Titel „Oil or nothing“ ausstellt. Sven Tolle, Regionalleiter Nord, betonte in seinen Begrüßungsworten am Donnerstagabend bei der sehr gut besuchten Vernissage den Gewinn auf beiden Seiten. „Es macht uns stolz, wenn Künstler auf uns zukommen“, sagte er. Zudem stehen nun nach einem kleinen Umbau noch mehr weiße Wände für örtliche Hobbymaler zur Verfügung, deren Werke den Bankalltag bunter gestalten.

Die Flächen für Einzelausstellungen im öffentlichen Raum sind auch in der Gemeinde Stuhr rar, deshalb bringt sich die Volksbank regelmäßig mit ein bis zwei Ausstellungen im Jahr ein. Nach Aussage von Sven Tolle ist die Bewerberliste lang, und so musste auch Gudrun Mahlstedt über zwei Jahre auf ihre Chance warten. „Hoffentlich erlebe ich das noch“, kamen bei der 67-jährigen Stuhrerin leicht lakonische Gedanken auf.

Ausgestellt hat Gudrun Mahlstedt ihre überwiegend farbenfrohen Bilder seit 1999 an vielen Orten in Bremen und umzu. Nach Jahrzehnten zwischen Acryl und Aquarell taucht sie den Pinsel mittlerweile nur noch in „echte“ Ölfarben und hat auch mit dem intensiven Geruch von Terpentin keine Probleme. Danach erkundigte sich das überaus fachkundige Publikum, denn einige der Besucher waren bereits selber mit ihren Werken in der Volksbank vertreten. Und so fachsimpelte die Künstlerin mit ihren Gästen.

Mit ihrem Ehemann Harry hatte sie zuvor 21 Leinwände unterschiedlicher Größen in der Bank aufgehängt. Nun präsentieren sich die Werke „Hexentanz“, „Die weißen Tauben sind müde“ oder die „Erinnerung an Zypern“ im richtigen Licht. Die anderen Bilder tragen überwiegend keine Titel, und der Betrachter ist aufgefordert, sich selber seine Gedanken zu machen.

Welche Leidenschaft in Gudrun Mahlstedts Bildern liegt, blieb bei keinem Gast verborgen. „Wenn ich morgens aufstehe, gehe ich oft als erstes im Nachthemd zu meiner Staffelei“, bekennt die Künstlerin ihre Freude am Schaffen. Gefällige Bilder möchte sie nicht machen, denn sie liebt ihre Freiheit ganz in Picassos Sinne, sich den eigenen Staub von der Seele zu malen.

Zu sehen sind die eindrucksvollen Werke zwischen tanzenden Hexen, Frauenportraits, Landschaften und inspirierender, abstrakter Malerei noch bis zum 3. November zu den Öffnungszeiten der Volksbank an der Blockener Straße.

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