Bilanz nach 35 Jahren: 1600 Jugendliche erleben Austausch

50 Gastgeberfamilien stellten einen neuen Rekord auf

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Die jungen Gastgeber begrüßen ihre Gäste mit einer herzlichen Umarmung.

Stuhr - Fast pünktlich und besetzt mit 60 Reisenden aus Ecommoy ist am Sonnabend der große Reisebus auf den Parkplatz am Stuhrer Rathaus gerollt.

Die Gastgeber erwarteten die von 16 Betreuer begleiteten Jugendlichen aus der Stuhrer Partnerstadt, die dazu beitragen wollten, ihren Gästen einen angenehmen einwöchigen Aufenthalt zu bieten. Einige, wie Tanja Backermann und ihre beiden Töchter, die zwölfjährige Klara und die neunjährige Julia, waren zum ersten Mal Gastgeber. Sie haben Elona eingeladen. Die war ihnen unbekannt, sie wussten nur, dass Elona auch zwölf Jahre alt ist und Handball spielt. „Das passt schon“, meinte Klara, denn sie spielt beim FTSV „Jahn“ Korbball, aber gespannt und „etwas aufgeregt“ war sie schon.

Renate Krukemeyer freute sich auf ein Wiedersehen mit einer Betreuerin aus Ecommoy: Sie kennen sich schon seit 30 Jahren. Mehrere Male war sie auch schon in Frankreich zu Besuch, denn ihr 2012 verstorbener Ehemann Helmut war bis zu seinem Tod Vorsitzender des Komitees Stuhr-Ecommoy. Dessen Nachfolger, Stefan Hoyer, begrüßte zusammen mit Frauke Wulf die Besucher im Rathaus. So viele Gäste wie in diesem Jahr habe es in den 35 Jahren noch nicht gegeben, erklärte Hoyer. Sie alle zu beherbergen sei eine neue Herausforderung für ihr Team gewesen.

50 Gastgeberfamilien stellten einen neuen, erfreulichen Rekord dar und seien ein Beleg dafür, dass sich der Austausch steigender Beliebtheit erfreut. „Es ist eine Freude zu sehen, wie sich das festigt, und ich hoffe, dass auch wieder neue Freundschaften entstehen“, erklärte er.

Mareike Spratte übersetzte die Begrüßungsworte, und Meike Hohnhorst übersetzte anschließend den stellvertretenden Bürgermeister Uwe Schweers, der die Gäste ebenfalls herzlich begrüßte. Insgesamt hätten in den vergangenen 35 Jahren rund 1600 Jugendliche an diesen gegenseitigen Besuchen teilgenommen. Schweers betonte ganz besonders angesichts der vielen Jugendlichen die Besonderheit der deutsch-französischen Freundschaft. Es lohne sich, diese zu erhalten und aktiv mitzugestalten. „Dadurch erfüllen Sie den Partnerschaftsvertrag mit Leben. Vive L`amité Franco-Allemand“, so Schweers.

Delegationsleiterin Virginie Grassin, dankte für die Gastfreundschaft. Für sie sei es ein besonderes Treffen, denn zum ersten Mal werde sie dabei von ihrem Sohn begleitet, der gleich seine ganze Jugend-Handballmannschaft zu einer Fahrt nach Stuhr überredet hatte. Für einige Gäste sei es ein Wiedersehen, für andere hoffe sie, dass es der erste Besuch bei zukünftigen Freunden werde. Allen wünschte sie, dass sie die Reise in wunderbarer Erinnerung behalten.

An diesem Austausch beteiligen sich der Brinkumer SV, der Schützenverein Brinkum und der FTSV „Jahn“ Brinkum. Daher steht Sport auch im Mittelpunkt des Besuchsprogramms.

An vier Tagen sind sportliche Begegnungen geplant. Man werde Basketball, Handball, Fußball spielen und auch ganz allgemein Sport treiben. „Aber nicht gegeneinander, sondern miteinander“, betonte die FTSV-Geschäftsführerin Elke Gärtner.

An gemeinsamen Veranstaltungen sind eine Jugenddisco im FTSV-Vereinsheim, eine Tagesfahrt zum Heidepark Soltau, eine Fahrt zum Schwarzlichthof mit anschließendem Bremen-Shopping-Bummel, ein gemeinsames Bowling, eine Besichtigung des Bremer Weserstadions und zum Abschluss eine Pyjamaparty geplant.

bt

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