Landesbehörde hält an Zeitplan fest

Fahrbahn fertig, Arbeit an den Brücken dauert an

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Noch darf nur die Polizei die nagelneue Autobahn befahren, ab Mitte November soll das wieder für alle Autofahrer gelten. Rechts zu sehen: der Rückbau des Baustellen-Lagerplatzes. Wo der Platz für die Sanierung der Fahrbahn in Richtung Osnabrück eingerichtet wird, steht noch nicht fest. Das ist Bestandteil des Angebots, das die Firmen bald unterbreiten können.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Wer von der Brücke „Am Rövekamp“ in Brinkum auf die Baustelle der Autobahn 1 schaut, der stellt fest: Die dreispurige Fahrbahn ist fertig, die Markierungen sind bereits aufgetragen. Eigentlich kann es losgehen, sollte man meinen. Doch bis zur Freigabe des Streckenabschnitts zwischen dem Autobahndreieck Stuhr und der Anschlussstelle Brinkum dauert es noch ein Weilchen.

„Der Knackepunkt sind die Brücken“, sagt Heinz Gerdes, Sachgebietsleiter Bau bei der Geschäftsstelle Oldenburg der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Seiner Auskunft nach sind die Betonkappen, also die nicht befahrenen Ränder der Brücken, noch nicht fertiggestellt. Die Kappen dienen zur Verankerung der sogenannten Fahrzeugrückhaltesysteme („Leitplanken“). „Die alten Kappen können die Kräfte der neuen Systeme nicht aufnehmen. Die sind inzwischen einen Meter hoch, um die immer schwereren Lastkraftwagen besser aufhalten zu können“, erklärt Gerdes. „Die alten Systeme würden einfach plattgefahren werden.“

Darüber hinaus werden an den Kappen die Lärmschutzwände montiert. Laut Gerdes haben die drei bis vier Meter hohen Elemente eine Lieferzeit von 16 Wochen. Sollten sie nicht rechtzeitig eintreffen, müssten sie nach Freigabe der Strecke eingehängt werden. Davon wäre dann knapp die Hälfte der Brücken betroffen. „Bis zum Einbau würde das mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung einhergehen, um den Lärm für die Bewohner etwas zu reduzieren“, sagt Gerdes, der auf weitere Restarbeiten an den Brücken aufmerksam macht: Nicht überall sei die Pflasterung der seitlichen Übergänge von der Brücke zum Straßendamm schon fertiggestellt, und auch Markierungen fehlten hier und da noch.

Freigabe Mitte November soll eingehalten werden

Insgesamt halten die Oldenburger an der für Mitte November angepeilten Freigabe fest. Den Winter über kommen die Autofahrer dann in den Genuss dreier Spuren für beide Fahrtrichtungen, bevor die Behörde ab Februar/März 2018 die Erneuerung der Fahrbahn in Richtung Osnabrück in Angriff nimmt. Die 4+0-Lösung mit zwei Spuren pro Fahrtrichtung wird dann auf der frisch sanierten Straße abgewickelt. Laut Gerdes liegt die Ausschreibung dieser Sanierung momentan zur Prüfung in Hannover vor. Er gehe von einer Veröffentlichung im Oktober aus, die Auftragsvergabe sei für Anfang des Jahres geplant.

Alles in allem lässt sich der Bund die Sanierung des acht Kilometer langen Abschnitts rund 40 Millionen Euro kosten. „Die Straße soll mindestens 20 Jahre, besser 30 Jahre halten“, sagt Gerdes.

Bereits im Oktober soll der Austausch von Betonplatten zwischen dem Ahlhorner Dreieck und Stuhr über die Bühne gegangen sein. Immer wieder kommt es zu Rückstaus, weil die Arbeiten an der mehr als 20 Jahre alten Fahrbahn nur bei einspuriger Verkehrsführung zu erledigen sind. „Wir versuchen, das über Nachtbaustellen zu machen“, sagt Gerdes.

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