Ex-Bürgermeister wird 79 Jahre

Wilfried Huntemann gestorben

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Wilfried Huntemann † Archivfoto: rjy

Stuhr - Der ehemalige Bürgermeister und langjährige Ratsherr Wilfried Huntemann ist am Freitag nach langer Krankheit im Alter von 79 Jahren verstorben.

Von 1964 bis Februar 1974 gehörte der Sozialdemokrat dem Rat der damals noch eigenständigen Gemeinde Heiligenrode an. Nach der Gemeindegebietsreform erfüllte er sein Mandat bis 2011. Von Anfang an war der Polier Mitglied im Verwaltungsausschuss, 1995 übernahm er dessen Vorsitz. Im selben Jahr wählten ihn die Stuhrer zum Bürgermeister. Dieses Amt bekleidete er bis 2001. Als ehrenamtlicher stellvertretender Bürgermeister war er von 2001 bis 2011 tätig.

Vor der Gemeindegebietsreform saß er in den Ausschüssen, die sich unter anderem mit der Erstellung einer Kapelle auf dem Heiligenroder Friedhof und dem Bau einer Badeanstalt befassten. Nach 1974 war er unter anderem Mitglied in verschiedenen Ausschüssen, angefangen von Jugend und Sport über Finanzen, Soziales, Kultur und Städtepartnerschaften bis hin zu Gemeindeentwicklung und Umwelt sowie Bauen und Planen. Mitte der 1970er-Jahre sowie von 1986 bis 2011 war Huntemann Mitglied im Kreistag. Zudem war er in zahlreichen Zweckverbänden und Arbeitsgruppen tätig. Im Februar 1995 erhielt er für sein Wirken das Bundesverdienstkreuz am Bande.

„Wenn man davon überzeugt ist, dass etwas sachlich gut für die Gemeinde ist, dann muss man dafür einstehen“, sagte Huntemann anlässlich der Ehrung für seine 45-jährige Tätigkeit im Rat im Herbst 2009. Viel Kritik hatte er von den Heiligenrodern einstecken müssen, als er sich für die „große Lösung“, die geplante Gebietsreform 1974, aussprach. „Das war damals eine schwere Zeit für mich.“ Dennoch wählten ihn die Bürger bei jeder nachfolgenden Kommunalwahl wieder, bis er sich 2011 nicht mehr aufstellen ließ.

„Wilfrieds Tod ist ein Verlust für die Gemeinde Stuhr und die SPD“, sagte die Fraktionsvorsitzende Susanne Cohrs. Sie beschreibt ihren langjährigen Fraktionskollegen als aufrichtigen und ehrlichen Menschen. „Selbst wenn seine Meinung keine Mehrheit fand, hat er es im Sinne der Demokratie akzeptiert. Er war nie nachtragend.“

Seine repräsentativen Aufgaben als Bürgermeister habe er sehr ernst genommen. „Er hat sogar manchmal Sitzungen verlassen, weil er Gäste empfangen musste. Er war sehr staatstragend im positiven Sinne.“ In seiner politischen Arbeit habe er sich stark für die Städtepartnerschaften eingesetzt. Aber auch sein fachliches Wissen als Polier kam der Gemeinde zugute. So hat er laut Cohrs während seiner Amtszeit als Bürgermeister oft die Baustellen der Verwaltung aufgesucht und dabei immer mal wieder festgestellt, dass dort nicht sauber gearbeitet wurde. „Dann ist er in den jeweiligen Fachbereich im Rathaus gegangen und hat den Kollegen gesagt, dass sie da mal ein Auge drauf haben müssen.“

sb

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