Vermarktung bis Ende Januar verlängert

Erster Erfolg in Stuhr: GVG baut Glasfasernetz in Fahrenhorst und Neukrug

Schnecke auf Computer-Tastatur.
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Langsaaam! Für viele Stuhrer ist das GVG-Angebot mit der Hoffnung auf schnelleres Internet verbunden. Archivfoto: Zucchi

In den Ortsteilen Fahrenhorst und Neukrug baut die GVG ein Glasfasernetz, weil dort die 40-prozentige Anschlussquote erreicht wurde. In Brinkum-Süd, Moordeich und Varrel hofft das Unternehmen noch auf eine ähnliche Entwicklung. Deshalb hat es die Vermarktungsphase bis Ende Januar verlängert.

Stuhr – Fahrenhorst und Neukrug haben es schon mal geschafft: In diesen Stuhrer Ortsteilen wird die Firma GVG ein Glasfasernetz bauen, wie Gebietsleiter Andreas Niehaus gestern im Rahmen einer Pressekonferenz mitteilte. Mehr als 40 Prozent der Bewohner hatten sich während der Vermarktungsphase verbindlich für einen Hausanschluss entschieden. Diese Zielquote wurde auch deshalb übertroffen, weil engagierte Bürger dort massiv für die Glasfasertechnik geworben hatten.

In den übrigen drei von der GVG vermarkteten Ortsteilen Brinkum-Süd, Moordeich und Varrel sieht es nicht ganz so rosig aus. Dort liegt die Anschlussquote laut Niehaus bei „gut 20 Prozent“. Gerade mal die Hälfte der für einen wirtschaftlichen Ausbau benötigten Zusagen. Fahrenhorst, Neukrug, Brinkum-Süd, Moordeich und Varrel gehören mit Bandbreiten über 30 Mbit/s schon zu den besser versorgten Gebieten, den sogenannten schwarzen Flecken. Doch auch dort stoßen die Kupferkabel häufig an ihre Belastungsgrenzen. Ein Ausbau ist – anders als bei den weißen Flecken – nicht förderfähig.

Hoffnung auf Signalwirkung für Glasfaser-Kunden in Stuhr

In der Hoffnung, dass von dem Beispiel Fahrenhorst/Neukrug eine Signalwirkung ausgeht, hat die GVG die Vermarktungsphase noch einmal verlängert. Bis zum 31. Januar kommenden Jahres haben die Bewohner nun Zeit, sich für das Produkt Nordischnet und einen kostenfreien Glasfaseranschluss zu entscheiden. Die „Regelphase“ (Niehaus) war Ende Oktober abgelaufen.

„Wir stellen fest, dass das Interesse und der Gesprächsbedarf in den verbliebenen drei Ortsteilen sehr hoch ist. Wir machen auch da Fortschritte. Ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen“, begründet Niehaus die Ehrenrunde. In Fahrenhorst und Neukrug habe das Interesse noch in der vergangenen Woche massiv zugelegt. In Zeiten der „limitierten Kontaktmöglichkeiten“ bräuchten die Bürger einfach mehr Zeit.

„Was wir im Juni versprochen haben, passiert jetzt: Wir lassen niemanden alleine, aber wir können nicht alles alleine tun“, sagt Niehaus. Fahrenhorst und Neukrug seien ein gutes Beispiel dafür, wie sich die Beratung der GVG und persönliches Engagement ergänzen könnten. Niehaus hofft nun für Brinkum-Süd, Moordeich und Varrel auf eine ähnliche Entwicklung. Heißt: auf Multiplikatoren wie Arndt Sobirey in Neukrug und Christian Seevers in Fahrenhorst. Die GVG selbst habe ihre „Kommunikationsstruktur intensiviert“, sagt Niehaus. Es gebe nun Beratungsstände bei Edeka Böse in Moordeich und Inkoop in Briseck. „Damit die Wege nicht zu lang sind.“ Zudem lädt das Unternehmen zu weiteren vier Informationsabenden ein, je zwei am 2. und am 9. Dezember um 17 und 20 Uhr im Restaurant Kreuz Meyer in Seckenhausen. Die November-Vorstellungen seien mit je 50 Besuchern gut angenommen worden. Niehaus spricht von einer „vollen Hütte“.

Glasfaser-Vermarktungsgebiet erweitert

Was Glasfaseranbieter angehe, sei Stuhr aufgeteilt, erklärt Niehaus. Wo die GVG vermarkte, sei kein anderes Unternehmen tätig. Entsprechend schwer werde es nach Ablauf der Frist Ende Januar, einen kostenfreien Anschluss zu bekommen. Eine Chance darauf haben übrigens auch noch jene Haushalte in Neukrug und Fahrenhorst, die bislang keinen Vertrag mit der GVG abschließen wollten. Mehr noch: Laut Niehaus hat das Unternehmen weitere 40 Gebäude in das Vermarktungsgebiet aufgenommen. Es handelt sich um das Dreieck Zum Bradenholz/ Warwer Straße/Zum Warwer Sand.

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„Das Ergebnis freut mich natürlich“, sagt Arndt Sobirey. „Wir haben die Quote in Neukrug nur durch unsere Nachbarschaftsaktionen erreicht, durch sonst gar nichts. Dann haben wir Akteure in Fahrenhorst gefunden. Die Leute müssen miteinander reden, damit es in den anderen Ortsteilen auch klappt.“

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