Erster Bauabschnitt an der B51 in Fahrenhorst geht in die Vermarktung

Ortskern nimmt Gestalt an

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Der Fahrenhorster Architekt Tammo Klein (l.) und Volker Twachtmann, Mitinhaber von Hechler und Twachtmann Immobilien, präsentieren ihren Plan. Im Hintergrund die marode Immobilie der ehemaligen Gaststätte „Grüner Jäger“.

Fahrenhorst - Von Andreas Hapke. Architekt Tammo Klein und Volker Twachtmann, Mitinhaber von Hechler und Twachtmann Immobilien, basteln weiter an dem „neuen Ortskern Fahrenhorst“. So nennen sie ihr Projekt auf dem Grundstück der ehemaligen Gaststätte „Grüner Jäger“ an der Bundesstraße 51. Der erste Bauabschnitt ist jetzt in die Vermarktung gegangen. Die beiden suchen einen Investor für ein Wohn- und Geschäftshaus mit drei Ladeneinheiten im Erdgeschoss.

Die größere der drei gewerblichen Flächen sei bereits „so gut wie vermietet“, berichtet Klein und verweist auf „weit fortgeschrittene“ Verhandlungen mit einem Finanzdienstleister. Ein Physiotherapeut und ein Kioskbetreiber hätten ebenfalls Interesse bekundet. Die Wohnfläche im Ober- und Dachgeschoss verteilt sich auf insgesamt sieben Mietwohnungen, wobei im Obergeschoss auch Gewerbe möglich sei, etwa Büros oder Praxen.

Im zweiten Bauabschnitt sind auf dem angrenzenden Teilstück noch ein Mehrfamilienhaus mit bis zu neun Eigentumswohnungen und ein Gastronomiegebäude geplant. „Ich stelle mir einen Bistro-Betrieb oder einen Italiener vor, wo man auch mal ein Eis essen kann und sich über den Weg läuft. Das ist auf unserem Dorfplatz nicht möglich“, sagt Klein. Seiner Auskunft nach will die Firma „Fair Homes“, die schon das Wohn- und Geschäftshaus baut, den zweiten Abschnitt finanzieren. Das gesamte Grundstück an der Ecke B51/Warwer Straße hat eine Größe von 5000 Quadratmetern.

In dem Verkehr auf der Bundesstraße und dem damit verbundenen Geräuschpegel sieht Klein kein Problem: „Die Häuser haben höhere Schallschutzauflagen, und außerdem sind die Zimmer so ausgerichtet, dass man nach hinten raus schlafen kann.“ Die stark befahrene Bundesstraße macht er sogar als Vorteil für die Vermarktung aus: „Dort fahren täglich 30000 Laster und Autos vorbei. Unter ihnen gibt es bestimmt viele potenzielle Interessenten.“ Die Nähe zu Bremen und die Lage im Grünen bezeichnet Klein als Standortvorteile des neuen Fahrenhorster Ortskerns.

Ende Oktober vergangenen Jahres waren Klein und Twachtmann mit ihren Vorstellungen an die Öffentlichkeit gegangen. Per Fragebogen hatten sie versucht, bei den Fahrenhorstern den Bedarf zu ermitteln. „Wir haben Zettel verteilt und einen Rücklauf von zehn Prozent gehabt“, berichtet Klein. Nicht alle Wünsche, etwa der nach einem Schuhladen, seien realistisch. 25 Leute hätten sich einen Einkaufsladen für alltägliche Dinge gewünscht, jeweils neun eine Gastronomie und einen Begegnungsraum. In einem Punkt aber waren sich alle einig: Endlich verschwindet der Schandfleck an der B51. Die marode Immobilie steht seit rund 20 Jahren leer.

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