„Der erste Schritt ist der härteste“

Joey Kelly spricht bei der Isu über Ziele, Ausdauer und Leidenschaft

+
„Wir setzen uns häufig Grenzen, die es nicht gibt“, erklärt Joey Kelly am Montagabend bei der Veranstaltung der Interessengemeinschaft Stuhrer Unternehmen. 

Moordeich - Von Anika Bokelmann. Joey Kelly hat einen starken Willen, Disziplin und Ehrgeiz. Der Musiker, Manager, Familienvater und Sportler arbeitet und lebt nicht ohne Ziele. Das unterstrich Kelly am Montagabend bei der Interessengemeinschaft Stuhrer Unternehmen (ISU), bei der er im Gasthaus Nobel in Moordeich einen visuellen Vortrag zum Thema „No Limits – wie schaffe ich mein Ziel“ hielt.

Das Mitglied der Kelly-Family sprach während seiner anderthalbstündigen Ausführungen vor rund 300 Besuchern über den Erfolg der ehemaligen Musikerfamilie, seinen Zugang zum Sport und zeigte eindrucksvolle Bilder und Videosequenzen von der Teilnahme an Wettbewerben sowie seiner Expedition an den Südpol. Mit viel Selbstironie und Humor erinnerte sich Kelly an seine musikalischen sowie sportlichen Erfolge und Benefizaktionen, bei denen dem Musiker zufolge in den vergangenen zehn Jahren „bei vielen schwachsinnigen Aktionen“ rund eine Millionen Euro zusammengekommen sind.

Auch wenn Joey Kelly über seine Ziele und den Weg dorthin spricht, so sieht er sich nicht als Motivationstrainer. „Jeder muss seine persönlichen Ziele haben“, so Kelly. „Wir setzen uns häufig Grenzen, die es nicht gibt“, sagte der Referent und machte Mut, den ersten Schritt zu gehen. Mit dem Blick auf sportliche Ziele weiß Joey Kelly: „Der erste Schritt ist der härteste. Nach zehn Wochen wird es zur Gewohnheit und man spürt Rückenwind.“

Sportler und Weltenbummler

Zum Sport sei er durch eine Wette mit seiner Schwester Patricia gekommen. Sie habe an einem Triathlon teilnehmen wollen. „Das kann ich auch“, war sich Joey Kelly damals sicher und ging untrainiert in den Wettkampf. „Nie wieder, habe ich mir danach geschworen“, erinnerte sich der irischstämmige Unternehmer. Doch der Sport wurde ein Ausgleich zum Job und rückte immer stärker in den Lebensmittelpunkt des 44-Jährigen. Ein wichtiger Satz für Kelly ist bis heute das Motto seines Vaters Daniel: „Gib immer mehr, als du nimmst.“ Bei der Isu-Veranstaltung rief er dazu auf, in die eigene Arbeitsstelle, Familie, Freundeskreis, in Vereine und den Ort zu investieren. Ein weiterer wichtiger Aspekt im Leben der Musikerfamilie war stets der Teamgeist – „wir haben nie an uns gezweifelt, weil wir einen gemeinsamen Traum und ein Ziel hatten“, so Kelly. Nur so sei der Durchbruch und kommerzielle Erfolg im Jahr 1994 nach einem Leben als Straßenmusiker möglich gewesen.

Mentale Stärke mache auf dem Weg zum Ziel enorm viel aus, betone Kelly´, und auch Werner Heinke, Vorsitzender der Isu, war sich bei seiner Begrüßung sicher: „Es ist eine Sache des Kopfes, bei einem Fulltime-Job noch Sportler und Weltenbummler zu sein.“

Ausdauer, Disziplin und Leidenschaft seien für Beruf und Sport in gleicher Weise wichtig, führte Kelly aus. Denn dass „Glück kein Zufall ist“, habe er am eigenen Leib erfahren, so der 44-Jährige, der während der Konzertreisen stets spät noch trainiert habe. „Ich kenne fast jede Stadt bei Nacht“, verriet er. Dass sich Kämpfen auszahle, so Kelly, bewiesen die Erfolge des Extremsportlers: acht Ironman in einem Jahr, 48 Raab-Events mit vielen Siegen, den Ultraman auf Hawaii sowie die Expeditionen, unter anderem zum Südpol mit Markus Lanz sowie im Alleingang von der Nordsee bis auf die Zugspitze in 18 Tagen. Eine seiner Erkenntnisse: „Hunger ist Hysterie des Körpers.“ Allein mit einem starken Willen könne man diesen besiegen, meinte Kelly, dem vor allem aber bewusst ist, dass Ultrasport nicht gesund ist. „Aber jede Art von Sport ist eine coole Sache“, ermutigte er, aktiv zu werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Frankreich feiert den WM-Titel: Frenetischer Jubel und Freudentaumel in Paris - Bilder

Frankreich feiert den WM-Titel: Frenetischer Jubel und Freudentaumel in Paris - Bilder

Frankreichs WM-Triumph nach furiosem Finale

Frankreichs WM-Triumph nach furiosem Finale

Tausende jubeln König Philip und Königin Melanie zu

Tausende jubeln König Philip und Königin Melanie zu

Frankreich zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister - die Bilder vom Finale gegen Kroatien

Frankreich zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister - die Bilder vom Finale gegen Kroatien

Meistgelesene Artikel

33 Monate voller Angst und Einsamkeit - als Taliban-Geisel in Pakistan

33 Monate voller Angst und Einsamkeit - als Taliban-Geisel in Pakistan

Flucht mit Rechtsdrall endet vor Würstchenbude

Flucht mit Rechtsdrall endet vor Würstchenbude

E-Center-Geschäftsführer Marc Steen wettert gegen Arbeitskreis-Gedanken

E-Center-Geschäftsführer Marc Steen wettert gegen Arbeitskreis-Gedanken

Hubschrauber-Suche nach jungem Mann

Hubschrauber-Suche nach jungem Mann

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.