David Schomberg ist neuer Stipendiat der Malerei in der Künstlerstätte

„Der erste Eindruck war: ländlich“

David Schomberg wohnt und arbeitet seit Anfang August in der Künstlerstätte. Dort will er sich neben der Malerei auch Keramikarbeiten widmen, berichtet der 28-jährige Meisterschüler. - Foto: Ehlers

Heiligenrode - Von Sandra Bischoff. Den Baumarkt hat er schon gefunden. „Das ist das Wichtigste, denn jetzt weiß ich, wo ich mein Material herbekomme“, sagt David Schomberg. Der 28-Jährige ist seit dem 1. August der neue Stipendiat der Malerei in der Künstlerstätte Heiligenrode.

Zehn Monate lebt und arbeitet der Vater eines knapp drei Jahre alten Sohnes jetzt in Stuhr. Sein Schwerpunkt liegt zwar auf der Malerei, zurzeit befasst er sich jedoch auch intensiv mit angewandter Keramik. Will heißen: Er fertigt Teekannen, Teller und ganze Teeservices.

Im Kreis Gütersloh in Oerlinghausen geboren und in Verl aufgewachsen, studierte Schomberg ab 2009 in Braunschweig Freie Kunst. „Die meiste Zeit habe ich in der Bildhauerklasse verbracht, weil mein Professor Bildhauer war, ich war der einzige Maler dort“, erinnert er sich. Er habe während dieser Zeit viel ausprobiert. „Es gab an der Hochschule viele Werkstätten, und ich fand schließlich die Keramik faszinierend.“ Das Material mache für ihn den Reiz aus. „Ich bin vom Arbeiten her ein haptischer und intuitiver Typ, deswegen komme ich damit gut zurecht.“

Im Dezember sei er mit seiner Klasse in Japan gewesen, „die sind Weltmeister in dem, was sie mit Keramik machen, das war sehr inspirierend“. Seit 2015 ist Schomberg Meisterschüler bei Olav Christopher Jenssen.

Auf Bildern des Künstlers sieht der Betrachter Formen und Farben. In erster Linie arbeite er abstrakt, obwohl die Werke nach eigener Einschätzung gerade etwas figürlicher werden, sagt Schomburg. Seine Werke hätten sich von „dicken, grauen, matschigen Bildern zu freien, farbigen entwickelt“, sagt er.

Nach den Jahren in Braunschweig sei es in Heiligenrode anfangs etwas ungewohnt gewesen. „Der erste Eindruck war: ländlich. Aber wenn man sich eingelebt hat, ist es entspannt.“ Allerdings sei es „etwas kompliziert“, mit dem Bus bestimmte Ziele anzusteuern. Deswegen will sich der Stipendiat auch schnellstmöglich sein Fahrrad nach Heiligenrode holen.

Alles in allem gefalle es ihm gut, an einem ruhigen Ort zu arbeiten, der viel Platz biete. „Mich beschäftigt die Frage, wo ich einmal leben möchte und was ich dazu brauche. Und in solchen Situationen ist es gut, wenn man sich mit wenig umgibt.“

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