Erster Tag als Bürgermeister

Niels Thomsen überreicht Rathaus-Schlüssel an Stephan Korte

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Schlüsselübergabe im Stuhrer Rathaus – symbolhaft zwar, aber mit dem echten Schlüssel: Der neue Bürgermeister Stephan Korte (l.) kommt, der bisherigen Amtsinhaber Niels Thomsen geht.

Stuhr - Stephan Korte hatte am Freitag seinen ersten Arbeitstag als Stuhrer Bürgermeister, nachdem ihn die Bürger der Gemeinde im Sommer vergangenen Jahres auf diesen Posten gewählt hatten. Sein Vorgänger Niels Thomsen übergab ihm am Vormittag den Schlüssel für das Rathaus.

„Mit der letzten Ratssitzung am vergangenen Mittwoch und der Verabschiedung durch alle Kolleginnen und Kollegen im Rathaus am Donnerstag waren das für mich ganz besondere Tage. Viele gute Wünsche haben mich da bei netten Gesprächen erreicht“, sagte Niels Thomsen, der nach einem Herzinfarkt ein Jahr lang beruflich nicht tätig sein konnte. „Und heute ist auch ein besonderer Tag, da hier in ‚meinem’ Büro jetzt ein anderer residiert“, ergänzt er. „Ich möchte gesund bleiben“, nennt er seine Planung für die nächste Zeit. „Alles, was ich zukünftig tue, muss dazu führen, dass ich gesund bleibe.“

Achteinhalb Monate lagen für Stephan Korte zwischen seiner Wahl und dem jetzt erfolgten Amtsantritt. Mehrmals hatten er und Niels Thomsen sich getroffen und über anstehende Aufgaben ausgetauscht. „Dabei ging es auch um den Stand laufender Projekte, über den sich Stephan Korte durch seine Präsenz in der Gemeinde aber auch bereits eigenständig informiert gehalten hatte“, so Thomsen. „Wir haben uns viel über meine Wahrnehmungen und Einschätzungen unterhalten und worauf es neben den fachlichen Angelegenheiten ankommt“, erklärte der Alt-Bürgermeister. Korte ergänzt: „Fern von konkreten Sachthemen ging es auch um die Frage: Wie verhält man sich als Bürgermeister zu bestimmten Dingen?“

Am Tag der Amts- und Schlüsselübergabe hatte sich auch Landrat Cord Bockhop für einen Besuch angekündigt. Ein Gespräch über die zukünftige Zusammenarbeit mit den Leitungskräften des Rathauses schloss sich an. Am Nachmittag war eine Sitzung mit den stellvertretenden Bürgermeisterinnen und den Fraktionsvorsitzenden der im Gemeinderat vertretenen Parteien anberaumt. „Wenn dann noch Zeit ist, werde ich hier mein Büro einrichten“, plante Korte seinen ersten Arbeitstag.

„Am Montag geht es auf der Leitungskonferenz um Inhalte, konkrete Informationen zu einzelnen Themen, wie Straßenbahnlinie 8, Ortkernentwicklung, Sanierung der KGS-Sporthalle in Brinkum. Dazu brauche ich einen schnellen Sachstand, damit wir diese Dinge voranbringen“, sagte Korte. „In Sachen Straßenbahnlinie geht es auch um die Frage: Was müssen wir gemeindeseitig tun, damit das gut funktioniert: Welche Infrastruktur, Haltestellen, Park&Ride-Plätze?“, nennt er beispielhaft weitere Stichworte.

Korte sieht seine Rolle als Schnittstelle zwischen Verwaltung, Politik und Bürgern. „Es gibt Entwicklungen, die stehen nicht zwischen zwei Aktendeckeln“, erzählte er. Bereits bei seinem „Haustür“-Wahlkampf habe er viele Gespräche geführt, Meinungen und Gefühlslagen aufgespürt. Auch nach seiner Wahl sei er regelmäßig in der Gemeinde unterwegs gewesen.

Auch die Entwicklung der Wohnsituationen sei so ein Thema. „Aus meinen vielen Bürgergesprächen habe ich einen ganz guten Überblick“, ist sich Stephan Korte sicher. Bereits Ende September habe er sich an seinem bisherigen Arbeitsplatz im Finanzressort der Hansestadt Bremen beurlauben lassen, um sich auf seine neuen Aufgaben vorbereiten zu können. „Ich freue mich, dass es jetzt losgeht.“

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