FDP setzt sich für eine abgespeckte Variante der Radschutzstreifen ein

Erst testen, dann buddeln

Zu eng für eine konfliktfreie Fußgänger-Radfahrer-Begegnung, findet die FDP: Weg an der Bassumer Straße.
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Zu eng für eine konfliktfreie Fußgänger-Radfahrer-Begegnung, findet die FDP: Weg an der Bassumer Straße.

Stuhr – Die Stuhrer FDP feilt weiter an der Aufstellung eines Radwegekatasters. Mitglieder des Teams „Gemeindeentwicklung“ hatten sich als zweiten Teil ihres Aktionsplans, in dem es um die Aufnahme erkannter Problembereiche geht, die Bassumer Straße vorgenommen.

Eine Änderung der konfliktreichen und insbesondere für Fußgänger und Radfahrer gefährlichen Verkehrslage ist nur baulich möglich. Dies hat die Gemeinde im Herbst vergangenen Jahres erkannt und will als Zwischenschritt 450 000 Euro investieren, um die schwächeren Verkehrsteilnehmer besser zu schützen.

Das Konzept sieht als Schwerpunkt einen 1,50 Meter breiten Radfahrerschutzstreifen auf der gesamten Länge der Bassumer Straße vor, also vom Kreisverkehr an der Weyher Straße bis zum Bremer Tor. Dies sowie das Abfräsen und die Erneuerung der Deckschicht würde allein mit 265 000 Euro zu Buche schlagen.

„Die im Haushalt verankerten Vorhaben konnten noch nicht in Angriff genommen werden, weil noch umfangreichere Mehrarbeiten durchgeführt werden müssen“, stellt die FDP in ihrer Mitteilung fest.

Nach eigener Auskunft wollen sich die Liberalen deshalb für eine abgespecktere Variante der Radschutzstreifen einsetzen. Sie möchten möglichst kurzfristig auf beiden Fahrbahnseiten jeweils einen 1,50 Meter breiten Streifen markieren und zudem durch Piktogramme mit Fahrradsymbol entsprechen kenntlich machen. An der Straße An den Roden sei das schon beispielhaft eingerichtet worden.

Vor dem Hintergrund der „erheblichen Zunahme des Fahrradverkehrs unter anderem mit den schnellen Pedelec-Rädern“ würde dieses Projekt dem Sicherheitsbedürfnis aller Verkehrsteilnehmer – insbesondere auch der Fußgänger und der Schülerinnen und Schüler – Rechnung getragen. „Tempo 30 wäre dann auch überall möglich.“

Nach Ansicht der drei Teammitglieder Jan-Alfred Meyer-Diekena, Jürgen Timm und Rainer Mewe könnte man mit dieser Maßnahme bei „möglichst geringem Kostenaufwand“ viele Erfahrungen für die endgültige Umgestaltung der Bassumer Straße sammeln – frei nach dem Motto: „Erst testen, dann buddeln.“

Darüber hinaus betrachten die Liberalen diese mit vereinfachten Mitteln eingerichteten Schutzstreifen auch als mögliche Lösung für die Bahnhofstraße in Brinkum. Ihrer Ansicht nach ist die Fuß-Radweg-Situation auch dort „sehr schlecht“.

Information

Mehr zum Thema Radwegekataster gibt es auf der Homepage der FDP, www.fdp-stuhr.de. Stellungnahmen der Bürgerinnen und Bürger sind erwünscht und können per E-Mail an die Adresse info@fdp-stuhr.de geschickt werden.

Von Andreas Hapke

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