Bremer Bürgermeister zu Gast bei der SPD

Entschlossen, an Linie 8 festzuhalten

Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (r.) spricht in Brinkum. Unter den Zuhörern unter anderem Susanne Cohrs (SPD Stuhr), Astrid Schlegel (SPD Weyhe) und Landrat Cord Bockhop (v.l.). - Foto: Jysch

Brinkum - Von Rainer Jysch. Der Bremer Bürgermeister Carsten Sieling will die Kooperation zwischen Bremen und Niedersachsen „systematischer anpacken“. Das erklärte er am Mittwochabend im Hotel Bremer Tor vor rund 50 Gästen.

Nach seinen Antrittsbesuchen vor kurzem in beiden Gemeinden war er nun der Einladung der Stuhrer und Weyher SPD-Ortsvereine gefolgt, die damit laut dem Stuhrer Ortsvereinschef Arno Büchel die letzte Runde des Wahlkampfs einläuteten. „Wenn es um Menschen geht, gibt es keine Alternative für Deutschland“, spielte Landrat Cord Bockhop in seinem Grußwort auf die bei der jüngsten Landtagswahl im Mecklenburg-Vorpommern erstarkte AfD an.

„In der Vergangenheit sind die Kontakte zwischen Bremen und dem Umland von Raumordnungsplänen, die in der Zuständigkeit des jeweiligen Bausenators gelegen haben, dominiert worden“, sagte Sieling. Inzwischen seien alle Themen der regionalen Zusammenarbeit bei ihm im Rathaus angesiedelt worden. Auch habe er als Vorstandsmitglied des Kommunalverbunds Niedersachsen-Bremen den Bausenator auf dem Bremer Platz abgelöst.

Nach Sielings Worten haben Norddeutschland und der Nordwesten beim Bundesverkehrswegeplan „richtig gut abgeschnitten“. Erstmals sei es gelungen, die Organisation der Hafenhinterlandverkehre zu einem eigenständigen Thema zu machen. Die für die Region „äußerst bedeutsame Steigerung der Leistungsfähigkeit der Hansalinie“ ließe sich damit schneller verwirklichen. Der achtspurige Ausbau der A 1 solle nach dem Wunsch von Bremer Seite Vorrang vor der „B 6 neu“ bekommen. Dazu bedürfe es aber noch Abstimmungen mit dem Bund.

Festhalten wollen die Bremer an der Verlängerung der Linie 8. Dazu sei man „voll entschlossen“. Er halte das Urteil des Oberverwaltungsgerichts in Lüneburg für „verrückt“. Bei allem Verständnis für die Bürgeranliegen, müsse ein Gericht im Auge haben, welch ein „Gesamtwohlstandseffekt“ mit dem Projekt verbunden sei, so der SPD-Politiker.

„In der Gesundheits- und Krankenhauspolitik werden wir bestraft für die Versäumnisse der vergangenen 30 bis 40 Jahre“, erklärte er. „Es wurde versäumt, sich vernünftig anzusehen, wie die Krankenhausentwicklung sein kann.“ Hätte Bremen das gemeinsam mit dem Umland gemacht, hätte man überall Ressourcen sparen können. Es sei „Quatsch“, dass – wie er gehört habe – Niedersachsen jetzt die Krankenhäuser in Bremen bezahlen soll. Vielmehr geht es darum, die Planung so auszulegen, dass alle vernünftig leben und sich entwickeln können.

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