„Seid immer neugierig“

Entlassfeier für die Haupt- und Realschüler der KGS Brinkum

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Eine ausgelassene Stimmung herrscht bei der Feier für die Schulabgänger der KGS Brinkum.

Varrel - Von Andreas Hapke. Pina Wührmann brachte ihr Dilemma und das der übrigen Schulabgänger auf den Punkt: „Ist es nicht erleichternd, sagen zu können: ,Wir haben es geschafft’? Aber es ist auch traurig, dass das Kapitel beendet ist.“ Und als ob Worte nicht schon genug gesagt hätten, musste die Jugendliche noch das eine oder andere Tränchen verdrücken.

Gemeinsam mit Mirjeta Ademi moderierte Pina Wührmann gestern die Entlassfeier des Haupt- und des Realschulzweigs der KGS Brinkum in der Varreler Gutsscheune. Dorthin waren dermaßen viele Besucher gekommen, dass für einige Schulabgänger noch Stühle nachgeholt werden mussten. Die Mädchen und Jungen waren zuvor mit den Nachwuchsbläsern der KGS einmarschiert – eine Premiere, über die sich Schulleiter Michael Triebs ebenso freute wie über die Leistungen seiner Haupt- und Realschüler. 47 Mädchen und Jungen des Realschulzweigs hätten den erweiterten Abschluss der Sekundarstufe I geschafft, 49 den Real- und sechs den Hauptschulabschluss, rechnete der Schulleiter vor. Im Hauptschulzweig erwarben sechs Schüler den Real- und 37 den Hauptschulabschluss.

„Die Gesellschaft braucht euch“

Ihnen allen gab Triebs an diesem „Tag der Freude, der Erleichterung und der Spannung, wie es denn weitergehe“ einige Ratschläge mit auf den Weg: „Seid immer neugierig, denn Neugier lässt uns Ängste vergessen. Traut euch etwas zu, denn ihr seid gut ausgebildet und könnt etwas. Und macht weiter, auch wenn etwas schiefgeht. Wer nichts versucht, hat schon verloren.“

Ob die Schule ihren Auftrag, Fähigkeiten der unterschiedlichsten Art zu wecken und zu fördern, erfüllt habe, könnten die Schüler am besten bewerten, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Sigrid Rother. Auf alle Fälle „braucht die Gesellschaft eure Kreativität, euer Talent, Wissen, Können und vor allem eure Motivation“.

Die Eltern verdienen Lob für ihren Einsatz

Sowohl Triebs als auch Rother würdigten die Leistungen der Lehrer, die „die Früchte ihrer Arbeit nicht sehen können“ (Triebs). Sie richteten auch ein großes Lob an die Erziehungsberechtigten, doch wer hätte das besser formulieren können als die Elternratsvorsitzende Gabriele Feldt? „Eure Eltern haben euch Butterbrote geschmiert, die vergessenen Sportsachen hinterhergetragen und mit euch Vokabeln gebüffelt. Sie haben mit euch gestritten und sich wieder mit euch vertragen“, sagte Gabriele Feldt und dachte wohl an die eine oder andere Situation, die sie selbst erlebt hatte.

Und dann tat es der Himmel Pina Wührmann gleich und fing an zu weinen. Diesmal allerdings waren es Krokodilstränen.

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