Ensemble feiert am Sonntag, 6. September, im Rathaus Premiere mit „Dat Verlegenheitskind“

Heimatbühne legt Stück nach 40 Jahren wieder auf

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Zurzeit proben die Akteure fleißig.

Stuhr - Seit April proben die Mitglieder der Heimatbühne Stuhr den plattdeutschen Dreiakter „Dat Verlegenheitskind“ von Jens Peter Asmussen. Wie in jedem Jahr hatte sich der Vorstand zur Vorbereitung auf die neue Spielzeit von den Theaterverlagen verschiedene Rollenbücher zur Auswahl schicken lassen. Der stellvertretende Vorsitzende Horst True hatte der Auswahl noch ein weiteres Theaterstück hinzugefügt, das die Gruppe bereits vor 40 Jahren gespielt hatte: „Dat Verlegenheitskind“. Genau dieses Stück gefiel der Jury am besten. „Dat wunnert mi nich“, schmunzelt True, denn er erinnert sich noch sehr gut an den Erfolg, den die Laiendarsteller früher damit hatten.

Auch Björn True, der in diesem Stück den Knecht spielt, gefällt „Dat Verlegenheitskind“: „Es ist mit seinen vielen Verwicklungen so schön turbulent und sehr amüsant“, beschreibt er den Dreiakter.

Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl spielt bei Heimatbühnen die Besetzung der Rollen. Beim Stuhrer Ensemble gab es diese Schwierigkeiten nicht, weil ihm inzwischen mehrere junge Frauen und Männer angehören. Für die Rolle der „Mali Meier“ gab es sogar zwei Bewerberinnen, so dass Regisseurin Margrit Unger und Horst True die zweite Bewerberin auf die nächste Spielzeit vertrösten mussten.

Nicht alle Akteure sind „geborene“ Plattdeutsche. Einige von ihnen mussten die Aussprache noch üben, „aber das funktioniert schon ganz gut“, berichtet Horst True.

Im Mittelpunkt des Stückes steht der Bauer Amandus Quandt (Dennis True). Er wird von seiner resoluten und geizigen Ehefrau (Dorothee Röpe) finanziell äußerst kurz gehalten. Amandus begegnet dem finanziellen Engpass durch eine kreative Idee und erzählt ihr von einem vorehelichen Kind, das er finanziell unterstützen muss. Es gibt dieses „Verlegenheitskind“ zwar, aber es ist nicht sein Spross. Als das Mädchen dann tatsächlich auftaucht und der gemeinsame Sohn (Martin Rusch) sich verliebt, entsteht natürlich „Gesprächsbedarf“.

Weil es in diesem Stück auch einen Kellerausgang geben muss, bauten Dennis True und Christian Röpe eine ganz neue transportable Kulisse, damit die Bühne wieder auf Tournee gehen kann.

In diesem Jahr sind am 17. und 18. Oktober erstmals zwei Aufführungen jeweils um 16 Uhr in der Dorfschule Blocken geplant. Damit bietet das Ensemble den Besuchern einen angemessenen Ersatz für die Aufführungen, für die sich in den vergangenen Jahren im Gasthaus Bellmann der Vorhang gehoben hatte. Premiere feiert das Stück am Sonntag, 6. September, um 16 Uhr im Rathaus Stuhr bei Kaffee und Kuchen. Danach geht die Heimatbühne auf Tournee durch die Region.

Karten für die Premiere gibt es nur im Bürgerbüro des Rathauses. Für die weiteren Aufführungen sind Tickets bei der Mühle Unger in Varrel und bei Horst True in Blocken erhältlich.

Weitere Aufführungstermine sind Sonntag, 1. November, 15 Uhr, Martin-Luther-Gemeindehaus Bremen-Findorff; Sonntag, 8. November, 16 Uhr, Grundschule Varrel; Sonntag, 15. November, 16 Uhr, Kreismuseum Syke; Sonnabend, 9. Januar, 19 Uhr, und Sonntag, 10.Januar, 16 Uhr, Gasthaus „Zur Linde“, Ganderkesee-Kühlingen; Sonnabend, 16. Januar, 19 Uhr, und Sonntag, 17. Januar, 16 Uhr, Block‘s Huus, Oyten-Bassen.

bt

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