Umbau der Backstube im Mehrgenerationenhaus abgeschlossen

Endlich Platz zum Tanzen!

Stellten die frisch renovierte Backstube vor: (v.l.) Thomas Schaumlöffel (Geschäftsführer Bürgerstiftung), Ulrike Dunkhase-Niemeyer (Vorstandsmitglied Bürgerstiftung), Thomas Bode (Architekt), Angelika Hohenecker (Vorstandsmitglied Bürgerstiftung), Oliver Müller (Team MGH) und Daniela Gräf (Leiterin MGH). Pflanzen, Deko sowie eine andere Tischanordnung sollen später noch mehr Gemütlichkeit in den Raum bringen.
+
Stellten die frisch renovierte Backstube vor: (v.l.) Thomas Schaumlöffel (Geschäftsführer Bürgerstiftung), Ulrike Dunkhase-Niemeyer (Vorstandsmitglied Bürgerstiftung), Thomas Bode (Architekt), Angelika Hohenecker (Vorstandsmitglied Bürgerstiftung), Oliver Müller (Team MGH) und Daniela Gräf (Leiterin MGH). Pflanzen, Deko sowie eine andere Tischanordnung sollen später noch mehr Gemütlichkeit in den Raum bringen.
  • Katharina Schmidt
    vonKatharina Schmidt
    schließen

Brinkum – Der Umbau der Backstube im Brinkumer Mehrgenerationenhaus ist abgeschlossen. Der Raum, der als Veranstaltungsstätte und Treffpunkt dient, ist nun heller und offener. Er wirkt größer und moderner. Aber vor allem: Er ist jetzt praktischer.

Insgesamt hat der Umbau 70 000 Euro gekostet. Eine der größten Veränderungen ist, dass das Podest mit der langen Bank nun weg ist. Laut Thomas Schaumlöffel, dem Vorstandsvorsitzenden der Bürgerstiftung Stuhr, saßen viele Gäste sowieso nicht gerne darauf. Jetzt ist der Boden eben. Wenn die 1,5-Meter-Abstandsregelung irgendwann wieder aufgehoben werden kann, steht Tanzveranstaltungen in dem 56 Quadratmeter großen Raum also nichts mehr im Wege.

„Wir wollten unbedingt die Front des Backofens erhalten“, sagt Schaumlöffel. Mit „wir“ meint er auch den Architekten Thomas Bode. Der Brinkumer hat den Umbau ehrenamtlich geplant und mitorganisiert.

Die alte Backofenfront zu erhalten, ist gelungen. Sogar die Wandfliesen sind dieselben. Die Bodenfliesen hingegen wurden ausgetauscht. Das Schachbrettmuster durfte aber bleiben, ebenso wie ein Klavier. Dieses bildet Zusammen mit der Ofenfront und einem alten Holzschrank einen Kontrast zu der neuen Akustikdecke, den darin eingelassenen LED-Lampen, den modernen Stühlen und den schlichten Tischen. Die neuen Möbel sind verhältnismäßig leicht. Das ist kein Zufall: „Unsere Ehrenamtlichen mussten früher tonnenschwere Tische schleppen“, erzählt Schaumlöffel.

Für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollatoren gibt es eine Rampe. Diese kann hochgeklappt und beiseitegeschoben werden.

Auch in der kleinen Küche, die an die Backstube grenzt, hat sich einiges getan. Der Raum misst nun etwa zehn Quadratmeter und damit mehr als doppelt so viel wie vorher. Hinter der Ofenfront waren früher Stahlkassetten, rund zwei Meter tief, in denen gebacken wurden. „Eine urige Konstruktion aus der alten Zeit“, sagt Bode. „Aber die hätte man niemals mehr in Betrieb nehmen können.“ Wo früher die Stahlkassetten waren, ist nun ein Teil der Küche. Ganz fertig ist der Raum allerdings noch nicht: Die Schränke werden Ende September geliefert.

Schaumlöffel und Bode hatten bereits im vergangenen Herbst angefangen, den Umbau der Backstube zu planen. Allerdings hatten sie damals angepeilt, damit erst im Sommer 2020 zu beginnen und dann viele Veranstaltungen vorübergehend in einem Zelt anzubieten. „Anfang des Jahres habe ich mich auf den Weg gemacht, um Spenden zu sammeln“, erzählt Schaumlöffel. Während des Lockdowns haben die Beteiligten überlegt, den Umbau vorzuziehen. Der Vorteil: Es müsste kein Zelt aufgebaut werden. Der Nachteil: Bis zu dem Zeitpunkt hatte Schaumlöffel zwar schon einiges an Spenden gesammelt, aber es war gerade einmal halb so viel Geld, wie für den Umbau letztlich nötig waren. „Dann haben wir in unsere eiserne Schatulle geschaut, die wir für solche Fälle haben, und haben beschlossen: Wir machen das!“ Die Ehrenamtlichen würden diese „eiserne Schatulle“ übrigens gerne wieder füllen. Sie freuen sich über Spenden.

Ende April wurde alles ausgeräumt. Bei dem Umbau hat es die eine oder andere Überraschung gegeben. „Wie das so ist mit einem Haus, das mehr als 100 Jahre alt ist“, sagt Architekt Bode. Es stellte sich heraus, dass die alte Holzdecke rund 20 Zentimeter durchhing. Und dass der Boden ein Gefälle von stolzen neun Zentimetern aufwies. Aber all das ist nun dank der Handwerker Geschichte. Bode und das MGH-Team haben bei dem Umbau überwiegend mit Stuhrer Firmen zusammengearbeitet. Zu den zahlreichen Spendern gehört auch die Gemeinde Stuhr.

Angesichts der Pandemie ist eine Einweihungsfeier laut MGH-Leiterin Daniela Gräf vorerst nicht geplant. „Aber wir werden feiern. Und wenn es ein Jahr später ist.“

Seit dem 20. Juli treffen sich die ersten Gruppen wieder im Brinkumer Mehrgenerationenhaus (MGH). Es dürfen höchstens neun Personen zusammenkommen – denn so viele passen mit einem Abstand von 1,5 Metern in die Backstube. Manche Gruppen müssen daher gesplittet werden. Dadurch haben sich zum Teil Zeiten geändert. Für alle Angebote im MGH ist eine Anmeldung notwendig. Derzeit sind nur Veranstaltungen möglich, bei denen die Teilnehmer die Köpfe nicht zusammenstecken müssen. Näh- und Strickgruppen oder der Fototreff können sich wieder treffen. Lern- oder Spielgruppen fallen hingegen aus. Laut MGH-Leiterin Daniela Gräf achtet das Team des Hauses akribisch auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Beim Kommen und Gehen herrsche Maskenpflicht, es gebe „Einbahnstraßen“ in dem Gebäude und am Eingang müssten sich die Besucher ihre Hände desinfizieren.  ks

Von Katharina Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Schüsse vor Weißem Haus: Trump unterbricht Pressekonferenz

Schüsse vor Weißem Haus: Trump unterbricht Pressekonferenz

Heiß und gewittrig: Deutschland schwitzt weiter

Heiß und gewittrig: Deutschland schwitzt weiter

Acht Teams, acht Köpfe: Auflauf der Superstars in Lissabon

Acht Teams, acht Köpfe: Auflauf der Superstars in Lissabon

Sturm richtet Schaden in mehreren Ortsteilen an

Sturm richtet Schaden in mehreren Ortsteilen an

Meistgelesene Artikel

Einer will kämpfen, einer mitgehen

Einer will kämpfen, einer mitgehen

Stiftungshaus bald fertig

Stiftungshaus bald fertig

„Es knallt immer“

„Es knallt immer“

Schützenkorps Diepholz bastelt Miniatur-Fest

Schützenkorps Diepholz bastelt Miniatur-Fest

Kommentare