Ende Mai sollen 16 Personen an die Allerstraße ziehen

Fünfte Unterkunft für Flüchtlinge entsteht

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Die fünfte Flüchtlingsunterkunft steht, nächste Woche beginnt der Innenausbau.

Stuhr - Von Sandra Bischoff. An der Allerstraße entsteht zurzeit ein weiteres Gebäude, in dem die Gemeinde Flüchtlinge unterbringen will. Heinz-Hermann Brunken vom Fachdienst Hoch-, Tief- und Landschaftsbau rechnet für Ende Mai mit der Fertigstellung.

Im September hatte der Rat wegen der Dringlichkeit der benötigten Wohnungen beschlossen, an der Allerstraße eine fünfte Flüchtlingsunterkunft zu errichten. In den vergangenen drei Jahren sind dort bereits vier Häuser entstanden. In jedem Gebäude befinden sich acht Einraumwohnungen mit einer Kochmöglichkeit und einem Bad. Im Erdgeschoss sind die Appartements barrierefrei und behindertenfreundlich ausgestattet. „In der Regel leben zwei Personen in den Wohnungen, oft ein Erwachsener mit einem Kind, so dass 16 Menschen in das Haus einziehen können“, sagt Brunken.

Das neue Objekt entsteht ebenfalls in Holzrahmenbauweise. „Die Montage des Rohbaus hat in der vergangenen Woche begonnen und wird diese Woche fertig sein“, erklärt der Rathausmitarbeiter. Danach beginnt der Innenausbau.

Die reinen Baukosten ohne Planungen belaufen sich auf etwa 359000 Euro. Ganz allein muss die Gemeinde die Finanzierung nicht stemmen. „Wir bekommen nicht das Haus bezahlt, aber eine fiktive Miete vom Land“, sagt Bürgermeister Niels Thomsen. Mit der Errichtung der fünften Unterkunft sei die Fläche an der Allerstraße ausgeschöpft. „Dort ist dann kein Platz mehr.“

Thomsen ist es wichtig, den Neuankömmlingen eine gewisse Privatsphäre zu vermitteln und keine Massenunterkünfte entstehen zu lassen. Auch wenn an der Allerstraße Menschen aus unterschiedlichen Nationen lebten, gebe es bisher keine Probleme. „Es herrscht dort eine sehr hohe Sozialverträglichkeit, deshalb können wir auch ein fünftes Haus verantworten.“ Ab Ende Mai haben dann rund 80 Personen dort ihre Adresse.

Wo weitere Neuankömmlinge untergebracht werden sollen, ist laut Thomsen noch unklar. „Wir kaufen und mieten, was wir entdecken, und wir überlegen außerdem, inwieweit wir selbst noch weiterbauen.“

Derzeit gebe es knapp 300 Migranten in Stuhr. „Mich freut zunehmend, dass es oft Flüchtlingshelfer sind, die von zu vermietenden Wohnungen hören und uns informieren. Die Gemeinde schließt dann nur noch den Mietvertrag ab.“ Für die Neuankömmlinge sei es ein erster wichtiger Schritt in die Integration, in bestehende Nachbarschaften zu ziehen.

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