Schlemmer-Brunch mit heimischen und fair gehandelten Produkten im Gutshaus Varrel

Eintrittsgeld: Schmackhafte Naturalien

Zahlreiche Gäste nutzten beim Schlemmerbrunch am Sonntag die Gelegenheit, fair gehandelte und heimische Produkte kennenzulernen. - Foto: Kratz

Varrel - Von Angelika Kratz. Was kann es Schöneres geben, als mit vielen Gästen an einem hübsch gedeckten Tisch zu sitzen, zu plauschen und diverse Köstlichkeiten zu genießen? „Nicht viel“, dachten sich sicher die zahlreichen Besucher des Schlemmer-Brunches am Sonntag im Varreler Guts-haus.

Hans Schüler und Annegret Merke hatten die Veranstaltung ins Leben gerufen, in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Jugend der Gemeinde sowie der Gruppe „Slow Food“ aus Delmenhorst. Mit Erfolg, mussten sie doch einen Stuhl nach dem anderen für die wachsende Runde holen. Was im kleinen Kreis mit dem Hintergrundgedanken begann, heimische Erzeuger und fair gehandelteProdukte in den Vordergrund zu stellen, schlug jetzt beim fünften Mal offensichtlich große Wellen.

Die Teilnehmer schmausten beispielsweise Ofenfrikadellen vom Highland-Rind, Spargel-Frittata, heimische Scholle oder Fleisch im Hefeteig mit arabischen Gewürzen. Bei den Desserts standen Erdbeeren im Mittelpunkt. Serviert wurden die Köstlichkeiten an weiß eingedeckten und stilvoll mit Blumen und Kerzen dekorierten Tischen.

Das „Eintrittsgeld“ hatten fast alle Gäste in Form von Selbstgekochtem mitgebracht. „Kannste mal erklären, was das ist?“ So begannen viele angeregte Gespräche unter den Gästen.

„Fairer Handel muss keine trockene Angelegenheit sein“, stellte Annegret Merke mit Blick auf das üppige Büfett fest. Auch bei Marcel Kotrc vom Jugendreff „NoMoor“ sorgten die zahlreiche Besucher aller Altersgruppen für strahlende Augen. Er hatte stellvertretend mit Luisa Limberg und Lena Preuß Crêpes aus Buchweizen mit Ahornsirup als eine der Nachspeisen beigesteuert.

Kotrcs Kochkurse sind bei den Jugendlichen sehr beliebt. „Anfangs haben viele Jungs mitgemacht“, stellen Luisa Limberg und Lena Preuß fest. Die Teenager hoffen, dass die männliche Fraktion bei den Kursen demnächst wieder mehr Verstärkung bekommt. „Kochen macht Spaß“, finden die beiden. Teure Fertigprodukte kommen ihnen kaum mehr in die Einkaufstüte.

Genau darum dreht der Schlemmer-Brunch: Die Gäste sollen entdecken, dass sie mit Waren heimischer Produzenten oder fair gehandelten Nahrungsmitteln durchaus preiswert eine frische und schmackhafte Malzeit zubereiten können.

Zudem arbeiten Annegret Merke und Hans Schüler derzeit an einem neuen Flyer mit Adressen hiesiger Anbieter. Damit wollen sie den Einkauf von Honig, Fleisch, Milch oder Gemüse von Erzeugern in der Region noch einfacher machen.

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