Einsatzleiter ziehen Bilanz nach Großbrand

Viel Lob für Feuerwehrleute

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Soenke Heinken und Thomas Erdt (v.l.) ziehen an der Einsatzstelle eine Bilanz der mehrtägigen Löscharbeiten.

Brinkum - Von Anne Schmidtke. Der Großbrand auf dem Gelände des Entsorgungsfachbetriebes Baensch und Wippersteg zieht weiterhin Schatten nach sich. Denn die Arbeit ist für Thomas Erdt, Ortsbrandmeister Brinkum, und Soenke Heinken, stellvertretender Gemeindebrandmeister Stuhr, noch nicht getan. Die beiden Einsatzleiter müssen jetzt unter anderem noch ihre Berichte schreiben.

Am Donnerstagabend nahmen sie sich Zeit, um eine Bilanz der mehrtägigen Löscharbeiten zu ziehen. „Der, der den Hut aufhat, kann nur so gut sein, wie seine Mannschaft ist“, sagte Erdt. Viele Feuerwehrleute hätten sich Urlaub genommen, zahlreiche seien von ihren Arbeitgebern freigestellt worden. „Toll ist, dass einige Angestellte der Berufsfeuerwehr Bremen nach ihrem offiziellen Dienstende zurück gekommen sind, um weiterhin zu helfen“, berichtete Erdt. Der Einsatz sei eine runde Sache gewesen. Alle Mitwirkenden hätten super als Team fungiert.

Insgesamt seien über die Tage verteilt mehr als 400 Kräfte, viele von ihnen mehrfach, vor Ort gewesen. Sie alle hätten zusammen mehrere Tausend Stunden abgeleistet. Allein die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Brinkum kämen auf circa 1300 Arbeitsstunden.

Erdt selbst sei etwa 70 Stunden im Dienst gewesen. „Ich habe nicht viel geschlafen.“ Er ist als Regulierungsmanager bei Wesernetz, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Bremen, beschäftigt. „Mein Arbeitgeber hat sehr großes Verständnis gezeigt und mich freigestellt“, berichtete Erdt. Er habe in seiner Dienstzeit schon einiges erlebt, aber so etwas noch nicht. Es sei beeindruckend gewesen, mit was für einer Intensität sich der Brand weiterentwickelt habe. „Aber wir haben das gut in den Griff bekommen“, sagte Erdt, der stolz auf die Leistung aller war.

„Das hätte nicht so gut funktioniert, wenn Thomas nicht so viel Erfahrung damit hätte, Verbände zu führen“, teilte Heinken mit. Er konnte auch nur Gutes über die Mitarbeiter des Entsorgungsfachbetriebes sagen, die Höchstleistungen gezeigt hätten. Sie seien stets kooperativ und hilfsbereit gewesen. Anerkennung bekamen auch die Familien der Feuerwehrleute, die den Brandbekämpfern den Rücken freigehalten und bei ihnen zu Hause alles organisiert hätten.

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„Für die außergewöhnliche Leistung aller Beteiligten bedankt sich die Gemeinde Stuhr ausdrücklich“, schreibt Bürgermeister Niels Thomsen in einer Pressemitteilung. Lob von ihm gibt es zudem unter anderem für die benachbarten Gewerbetreibenden, die unbürokratisch Flächen zur Verfügung gestellt hätten, und dem Team des Tierheims Arche Noah, das in Eigenregie Tiere evakuiert und anschließend sicher untergebracht hatte.

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