Einrichtung ist zehn Jahre alt / Buntes Programm am Sonntag von 11 bis 17 Uhr

MGH feiert Geburtstagmit einem Mitmachfest

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MGH-Leiterin Daniela Gräf sowie Johann Demoliner (r.) und Ralf Sbresny von der Bürgerstiftung mit dem Veranstaltungsplakat und den Aktionszetteln für die einzelnen Räume.

Brinkum - Von Andreas Hapke. Zu einem solchen Anlass ist auch mal eine Ausnahme erlaubt: Wenn das grundsätzlich alkoholfreie Mehrgenerationenhaus (MGH) am Sonntag, 15. November, seinen zehnjährigen Geburtstag feiert, dürfen die Gäste sogar mit Sekt anstoßen. Die Feier mit buntem Programm geht von 11 bis 17 Uhr über die Bühne.

Zehn Jahre MGH – und trotzdem glauben nach Auskunft von Leiterin Daniela Gräf immer noch viele Menschen, dass das Haus an der Bremer Straße 9 ein generationsübergreifendes Wohnprojekt sei. Da wollen die Verantwortlichen mit einem Tag der offenen Tür gegensteuern. „Wir möchten möglichst vielen Leuten zeigen, was wir hier machen“, sagt Gräf.

Deshalb präsentieren sich in allen Räumen der Einrichtung Gruppen und laden zum Mitmachen ein. Beispiel Begegnungscafé, wo die Besucher Armbänder stricken, Handytaschen nähen sowie Brett- und Kartenspiele spielen können. Die Freiwilligenagentur und der Hospizverein stellen sich im Büro vor, Experten beantworten Fragen zu Computer, Handy und Co. im Seminarraum. Zudem bietet Susanne Riekers Meditationskurse im Bewegungsraum an, während die Erzieherinnen durch die Kinderkrippe führen.

Malen, Fröbelsterne basteln und Weihnachtsschmuck aus Tonpappe erstellen – all das ist im Kreativraum möglich, wo die Kinder zudem in einem Wettbewerb Geburtstagsbilder gestalten können. „Jedes Kind gewinnt“, verspricht Gräf. In der Backstube sitzen die verschiedenen Sprachgruppen am „Tisch zu Babel“ und freuen sich über Unterhaltungen mit den Gästen, das Reparaturcafé kümmert sich um kleine, defekte Geräte. Außerdem gibt es Informationen in Form von Filmen und Fotos sowie um 15 Uhr einen Auftritt des neu gegründeten Agama-Chors, dessen Mitglieder afrikanische Gewänder tragen und die Djémbe-Trommel schlagen.

Einige der aktuellen Angebote gab es so oder in ähnlicher Form bereits zum Start der Einrichtung, viele andere sind seitdem hinzugekommen. Nach dem französischen Frühstück etwa haben sich viele weitere Sprachfrühstücke und Sprechcafés gebildet, gerade im Zuge der Flüchtlingswelle. Die Einrichtung hat die Zahl der Selbsthilfegruppen gesteigert sowie Hausaufgabenhilfe und Kinderbetreuung ausgeweitet, letztere von anfangs jeweils zwei Stunden an drei Tagen auf ganztägig an jedem Wochentag. „Alles ist in Bewegung, Altes geht, Neues kommt, das passt zum Haus“, sagt Johann Demoliner vom Vorstand der Bürgerstiftung, die Trägerin des MGH ist.

Auf diese Entwicklung dürfte auch der eine oder andere Festredner am Sonntag eingehen. Für die Eröffnung um 11 Uhr haben Bürgermeister Niels Thomsen, Landrat Cord Bockhop, CDU-Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig und Eberhard Hesse Grußworte angekündigt. Letzterer hatte es seinerzeit geschafft, privates Geld von Stuhrer Bürgern aufzutreiben, um die Immobilie an der Bremer Straße 9 zu kaufen. Heute gehört sie der Stiftung.

Köstlichkeiten aus der

renovierten Küche

Eine freundliche Absage gab es von Ursula von der Leyen, die das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser als niedersächsische Familienministerin ins Leben gerufen und das Brinkumer Haus 2005 eingeweiht hatte. Nach Einschätzung von Gräf wäre sie „wohl gerne gekommen, muss aber als Verteidigungsministerin am Totensonntag bestimmt andere Termine wahrnehmen“.

Dem MGH selbst stand kein alternatives Wochenende zur Verfügung. „Unsere Küche ist erst jetzt fertig geworden“, sagt Gräf, und Richtung Weihnachten werde es terminlich eng. Apropos Küche: Die serviert am Sonntag allerlei Köstlichkeiten, von Vollkornbrotherzen mit Käse und Mini-Frikadellen über Würstchen im Schlafrock und Thunfischdip auf Cracker bis hin zu Baguettes mit Räucherlachs und Gurkentaler mit pikantem Frischkäse. Das Catering ist kostenfrei.

Wer dem MGH im Gegenzug ein Geburtstagsgeschenk machen möchte, sollte eine Spende in Erwägung ziehen. Denn zusätzlich zu den 40000 Euro an Zuschüssen muss die Stiftung in jedem Jahr 50000 bis 60000 Euro auftreiben.

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