Bunte Kulisse für Akteure und Publikum

Orientalischer Abend lockt Bauchtanzgruppen der Region ins Stuhrer Rathaus

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In farbige Kleidung gehüllt, zeigen diese Frauen ihre Choreografie. Sie kommt beim Publikum an.

Stuhr - Von Angelika Kratz. Wenn sich das Stuhrer Rathaus in Samt und Seide wickelt, aus allen Ecken die Pailletten glitzern und eventuell noch vorhandene Amtsmüdigkeit mit Klängen aus dem Morgenland der Garaus gemacht wird, dann ist mit dem orientalischen Abend die fünfte Jahreszeit angesagt. Zum 20. Mal wehte der Hauch von tausendundeiner Nacht durch die ehrwürdigen Hallen.

Längst hat sich der anfangs rein weibliche Bauchtanzabend zu einem Event auch für Männer entwickelt. Wehe, es stand eine Frau mit dem Fotoapparat im Blickwinkel.

Ausverkauft war der Rathaustempel zur Freude aller beteiligten Gruppen. Die Organisatorin Juliet hatte mit ihrer ungebremsten Leidenschaft für die besondere Tanzart wieder ins Schwarze getroffen. Viele Gruppen präsentierten ihre Choreografien.

„Die Sterne der Nacht“ entsprangen unter der Leitung von Juliet einem ehemaligen VHS-Kurs. Die Akteure sind mittlerweile Gäste in der „Alten Wache“ in Leeste und zeigen, wie viel Spaß der Bauchtanz nach vielen Jahren auch im „leicht“ fortgeschrittenen Alter machen kann. Gewohnt und wie stets locker charmant übernahm Anni Krückeberg die Moderation – selbstverständlich im schicken Kostüm. 

„Die Sterne der Nacht“ führten einen inszenierten „Flash Mob“ auf. Ebenfalls dabei war die Gruppe Chorizma vom GVO Oldenburg unter der Leitung von Kimberley. Aus Cloppenburg kommt die Formation „El Nur“ unter der Leitung von Angelika Schmauder. Besonders der Nachwuchs bewegte sich in die Herzen der völlig begeisterten Zuschauer. Das Publikum klatschte lautstark.

Die Kulisse hätte auch für „Sehriban and the diamonds“ aus Wietzen oder für das Orient-Ensemble Yasemin aus Oldenburg nicht besser sein können.

Wo sonst Politiker Entscheidungen treffen

Mit dabei war ebenso das Trio „The Midnight Circus“ rund um Tänzerin Fire, die dem Publikum bereits als Solistin aus den vergangenen Jahren bekannt war.

In der Pause mischten sich die Tänzerinnen unter die Gäste. Zur kulinarischen Stärkung reichten die Gastgeberinnen kleine Häppchen. Zudem war wie stets ein kleiner Basar mit ausrangierten, aber wunderschönen Kleidungsstücken und Accessoires rund um den Bauchtanzsport vorhanden. Sogar eine fast echte Stoffschlange konnte dort für wenige Euros erstanden und um die eigenen Schultern gelegt werden.

Im zweiten Teil des Abends bewegten sich die Akteure mal barfuß, mal mit kleinen Schlappen, mal sehr körperfrei oder dann auch wieder fast züchtig verhüllt über den Bühnenboden. Das Publikum hörte zwischendurch immer wieder ein paar Geschichten erzählt, die sogar eine Beziehungskrise zweier Frauen thematisierten, die in einen und denselben Mann verliebt waren. Wie friedlich solch ein Säbeltanz ausgehen kann, das gibt es eben nur bei der orientalischen Nacht im Stuhrer Verwaltungsgebäude. Wo sonst Politiker Entscheidungen treffen, setzten die Sportlerinnen ihre Haare ebenso gekonnt in Szene wie ihre Hüften oder den Hals. Für die Zuschauer war es „beeindruckend zu sehen, wie jede Körperregion für sich – fast wie von allein – das Kommando übernahm.

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