Ehepaar Pilkes hat ein neues Projekt ins Leben gerufen

Eine Wohngemeinschaft für jede Altersgruppe

+
Irma Pilkes informiert im Mehrgenerationenhaus über die Idee ihres Wohnprojekts.

Fahrenhorst - Über „Abenteuerliches Wohnen und Leben am Klosterbach“ hat Irma Pilkes am Mittwochabend im Mehrgenerationenhaus Fahrenhorst berichtet. Dabei handelt es sich um ein Projekt, das in Klosterseelte in dem ehemaligen Harmsschen Anwesen entsteht. Das in einem zwei Hektar großen Park im Fachwerkstil errichtete Gebäude stand einige Zeit leer und musste saniert sowie für das Wohnprojekt umgebaut werden.

Sechs Appartements mit Wohnflächen zwischen 55 und 138 Quadratmetern sind jetzt darin entstanden. Zentraler Ort sind Gemeinschaftsküche und -raum mit Kamin. Das Projekt beruht auf der Idee, die Appartements an Bewohner unterschiedlichen Alters zu vermieten. „Wir wollten kein Altersheim und keine Seniorenresidenz entwickeln“, erklärt Irma Pilkes.

Fünf der sechs Appartements sind bereits vermietet. Die jüngste Bewohnerin ist 20, der Älteste ist 78 Jahre alt, das Durchschnittsalter liegt bei 48 Jahren. Diese Konstellation ist so gewollt, es fehle nur noch eine Familie mit Kindern, dann wäre das gesamte Altersspektrum abgebildet.

Bereits im März hatte Familie Pilkes ihr Haus für Besucher geöffnet, um Gerüchten über die neuen Eigentümer und der möglichen Nutzung des Hauses entgegenzutreten. Es kamen mehr als 350 Interessierte, denen die Gastgeber ihre Idee vom „Abenteuer Wohnen“ vorstellten.

„Aus dem Bauchgefühl heraus“

„Wir haben unser Anwesen so gebaut, dass wir selbst sehr gerne darin leben möchten“, erklärt die Besitzerin. Inzwischen nimmt das gemeinsame Leben Fahrt auf. Die junge Mieterin besitzt ein Pony, das sie mitbringen durfte, denn ein Stall ist auf dem Hof vorhanden. Der ältere Herr hat inzwischen die Äpfel gepflückt und Kaminholz beschafft.

Die Auswahl der Mieter war nach Aussage von Irma Pilkes völlig unkompliziert und erfolgte mehr „aus dem Bauchgefühl heraus“. Wichtig waren ihr nur zwei Kriterien: Ihre Mitbewohner sollten kontaktfreudig sein und über Humor verfügen. „Humor werden wir künftig bei unserem Zusammenleben wohl alle brauchen“, vermutet sie, denn feste Regeln dafür gibt es noch nicht. Eine Hausordnung muss noch entwickelt werden. Pilke wird eine grobe Leitlinie vorgeben, die sich daraus ergebenden Details formulieren alle Beteiligten gemeinsam aus. Diese können jederzeit verändert werden.

Irma Pilkes und ihr Ehemann sind gebürtige Holländer und Landwirte von Beruf. Sie haben keinen eigenen Hof und arbeiteten zunächst als Betriebsleiter auf Höfen in den Niederlanden sowie in England. Anschießend pachteten sie einen Milchbetrieb in Schleswig-Holstein, wechselten nach dem Mauerfall nach Mecklenburg-Vorpommern und erwarben 2002 in Estland einen fast 1. 000 Hektar großen Hof. Da die beiden Söhne den Hof nicht weiter betreiben wollten, verkauften sie das Anwesen vor drei Jahren und zogen nach Klosterseelte, wo sie jetzt einen neuen Traum umsetzen wollen.

bt

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Urlaub: Für die Mehrheit ist Sicherheit wichtiger als Sonne

Urlaub: Für die Mehrheit ist Sicherheit wichtiger als Sonne

Baumpflanzaktion auf der Burgwiese in Wildeshausen

Baumpflanzaktion auf der Burgwiese in Wildeshausen

Wunderkind für Instagram-Jünger - Das Motorola X4 im Test

Wunderkind für Instagram-Jünger - Das Motorola X4 im Test

Chor „Kaleidoskop“ gibt zwei Konzerte

Chor „Kaleidoskop“ gibt zwei Konzerte

Meistgelesene Artikel

Martfelder Weihnachtsmarkt: Musik im Ohr, Freude im Herzen

Martfelder Weihnachtsmarkt: Musik im Ohr, Freude im Herzen

Allegro Chor überzeugt in der Brinkumer Kirche

Allegro Chor überzeugt in der Brinkumer Kirche

Bachs Weihnachtsoratorium: Eine erste Idee von Weihnachten

Bachs Weihnachtsoratorium: Eine erste Idee von Weihnachten

„Man trifft allerhand Leute aus dem Ort“

„Man trifft allerhand Leute aus dem Ort“

Kommentare