Stuhrer Naturschutzbund hat Grundstück in Varrel gekauft

Eine Vielfalt für Rotkehlchen & Co. schaffen

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Horst Ewald (l.) und Burton Heathcote vom Naturschutzbund Stuhr freuen sich über die alte Baumreihe auf dem neuen Grundstück des Vereins im Ortsteil Varrel. ·

Varrel - Von Sandra BischoffDie Allee aus alten Eichen und Buchen hat es Burton Heathcote und Horst Ewald angetan. „Diese tolle landschaftsprägende Baumreihe war unser Kaufmotiv“, sagt der erste Vorsitzende des Naturschutzbunds (Nabu) Stuhr, Burton Heathcote. Im Frühherbst hatte der Verein das knapp 0,9 Hektar große Areal am Ende der Straße „Am Weißen Moor“ von der Gemeinde erworben.

„Immer, wenn wir genügend Geld zusammen haben, kaufen wir ein Grundstück“, erklärt Horst Ewald. Neben dem Neuerwerb gehören den Naturschützern ebenfalls Flächen im Henkenmoor, am Klosterbach und in den Brinkumer Wiesen neben der Autobahn.

Das jüngst erworbene Gebiet diente als Ausgleichsmaßnahme für das im Jahr 2000 entstandene Neubaugebiet, sagt Ewald. Zur einen Seite grenzt die Wohnbebauung an die Natur, auf der anderen Seite die Stadt Delmenhorst mit Wiesen und Weiden.

Ein kleiner Teich im linken Teil des Nabu-Gebiets beheimatet Enten und Gänse. „Wir wollen die Natur hier etwas mehr unter unseren Schutz bringen“, sagen Heathcote und sein Kollege. Die Naturschützer waren schon fleißig. „Wir haben die Erlen ausgelichtet und auf Stock gesetzt, also auf eine bestimmte Höhe abgesägt.“

Ein Konzept für die Fläche ist bereits erarbeitet. Ziel sei es, neue Pflanzen und Sträucher anzusäen, viel Licht in das Gebiet zu bekommen sowie Hecken aus Schlehen und Weißdorn zu pflanzen. „Die Idee ist es, die Fläche aufzuwerten. Die zahlreichen Erlen, die hier stehen, haben nur wenig Nutzen für die Vogelwelt“, sagt Ewald. „Was wir brauchen ist Vielfalt.“

Eine Struktur

für die Tierwelt

Die Baumgruppen bleiben bestehen, „aber das Gebiet bekommt eine Struktur für die Tierwelt“. Einige gefiederte Bewohner sind schon da, wie zum Beispiel der Zaunkönig und das Rotkehlchen.

Was noch fehlt ist ein Schild am Eingang des Biotops, auf dem steht, dass es sich um ein Nabu-Schutzgebiet handelt. „Das ist unsere erste Fläche in direkter Nachbarschaft zu einer Wohnsiedlung“, sagt Heathcote. Die Naturschützer wollen die Nachbarschaft in ihre Arbeit einbinden, müssen aber auch Aufklärungsarbeit leisten. „Die Anwohner müssen verstehen, dass es kein Naherholungsgebiet für sie ist, deshalb stellen wir hier auch keine Bänke auf“, erklärt Ewald.

Fünf bis sechs Arbeitseinsätze plant die Ortsgruppe noch bis Ende Februar. Der Mittelteil bereitet dem Nabu noch Sorgen. Eigentlich dient er als Feuchtwiese. Es sei dort aber so nass, dass der Trecker tiefe Spuren hinterlasse. „Wir müssen schauen, wie sich der Bewuchs entwickelt. Eventuell legen wir auch noch eine zweiten Teich an“, ergänzt Heathcote.

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